2012

Archiv der Igelin.Blog-Einträge: Januar bis Juli 2012 mit bis zu 1.228 Beiträgen zur Volksaufklärung

http://kabale.wordpress.com/

Es ist erschreckend und widerlich dass NSA & Microsoft jetzt meine Skype Gespräche abhören darf

von Igelin @ 2012-07-26 – 17:36:49

MICHAEL ELLERHAUSEN BND Artikel – Überwacher überwachen – 0 47 0 снегоходсайтwordpress

Freitag abend wurde auf Slate eine sehr verstörende Meldung veröffentlicht, die aufgrund Ihres Veröffentlichungszeitpunktes kaum Beachtung fand. In dieser legt der Autor, – Ryan Gallagher – dar, wie Microsoft (MSFT) scheinbar einige raffinierte und fast unbemerkbare Veränderungen am beliebten Rufserviceanbieter Skype durchgeführt hat, der das Abhören jeder Ihrer Anrufe ermöglicht. Forbes Mitarbeiter Anthony Wing Kosner hatte die Veränderungen bereits am 18. Juli in einem frühren Post kritisiert.

Gerüchten zufolge hätte Microsoft die Änderungen entweder aufgrund von oder in Erwartung von Druck durch diverse Regierungsinsitutionen durchgeführt.

Schockiert? Ich war’s auf jedenfall.

Einer der Gründe für Skype’s schnellen Aufstieg war, dass viele Nutzer glaubten dass die luxemburgischen Gründer sich bemüht hatten, den Rufservice besonders sicher und verschlüsselt anzulegen.

Im Mai 2011 jedoch, kündigte Microsoft an Skype für 8,5 Millarden Dollar zu kaufen, und dass Skype eine eigene Abteilung bei dem Software-Riesen darstellen sollte. Von Anfang an wunderten sich sehr viele, wie Microsoft diese hohen Summen für den Kauf eines Rufservices rechtfertigen konnte, der die meisten Nutzer gar nichts kostet und die Nutzer weitesgehend kostenlos miteinander telefonieren lässt. Microsoft ließ verlauten, dass man an Skype’s weltweiter Führungsposition im Voice-over-IP interessiert sei und dass man sicher sei, dass man den Service neben den anderen beliebten Softwareprodukten verkaufen könne.

Bemerkenswert ist, dass Microsoft bereits 2007 seine letzte große Multi-Millarden-Dollar Errungenschaft für 6.2 Millarden Dollar abschreiben musste, nachdem sie 2007 6.3 Millarden Dollar für aQuantive gezahlt hatten. Da ist es schwer sich nicht zu fragen, ob sie mit Skype nicht den selben Fehler machen. Doch wir werden sehen….

Wie Gallagher betont, wurde “im Juni [2011], ein Patent für die legale “Abhörtechnologie” an Microsoft vergeben, die mit VOIP Services wie Skype zusammen benutzt werden kann, um “unauffällig Kommunikation zu kopieren, die während des Gespräches übermittelt wurde”.

Gallagher versuchte sich letzte Woche mehrmals bestätigen zu lassen, dass Microsoft Skype-Strategien und Technologien verändert, um den Zugriff auf die gesamte Kommunikation zu ermöglichen. Er bekam keine Antwort, was stark darauf hindeutet, dass sie durchaus dazu in der Lage sind. Es ist auch wichtig anzumerken, dass Skype / Microsoft den Vorwurf, dass die Änderung ihrer Struktur in diesem Frühjahr nichts mit Überwachung zu tun hatte und leugneten, so der Slate Artikel.
Und warum ist das nun so wichtig?

Die meisten Skype-Nutzern denken immer noch, dass ihre Skype-Kommunikation privat ist – noch privater als auch ihre normalen Telefongespräche.

Sollte sich das mit der Akquisition von Microsoft geändert haben, so wurde es den Nutzern nicht offen mitgeteilt. Es ist unklar, warum, aber vermutlich befürchtet Microsoft, dass Skype’s kometenhaftes Wachstum gehemmt würde, wenn mehr Menschen von dieser Datenschutz-Umstellung, die hinter ihrem Rücken gemacht wurde, wüssten.

Seit dem Kauf von Microsoft wurde es dem Facebook (FB) Nutzer gegenüber als zusätzliches Kommunikations-Tool innerhalb der Facebook-Plattform promotet. Dennoch kennen viele neue Skype-User diese Möglichkeit wiederum noch nicht.

Es ist nicht schon schlimm genug, dass die großen Web-Unternehmen versuchen, jeden Tastenanschlag den wir machen, jede Website die wir besuchen, und jedes Bild auf das wir mit der Maus streifen zu verfolgen – über Facebook und Konsorten. Sie wollen nun auch schändlich rund um Apple’s (AAPL) angegebene Datenschutzrichtlinien gehen und verfolgen unsere geographische Lage – dank Google (GOOG). Jetzt wollen sie jede unserer Äußerungen und SMS über Skype verfolgen.

Ich weiß nicht, ob Apple oder einige andere kleinere Unternehmen versuchen werden, Skype die Führung in der VoIP-Telefonie abzunehmen, aber es scheint mir, dass es eine große Chance für kleine und große Web-/ Mobilfunk-Unternehmen gibt zu zeigen, wer der wahre Hüter der Privatsphäre der Nutzer ist. Ich wette darauf, dass ein großer Anteil der Nutzer sich für diesen entscheiden würde, wenn er wirklich und auf ehrliche Art und Weise die Wahl hätte, anstatt dass die Wahlmöglichkeit vor ihm verborgen bleibt.

Dieses „Durchs-Hintertürchen-Ändern“ von Regeln durch Microsoft ist wirklich erschreckend – und widerlich.

Übernommen wurde der Artikel von:
Originaltext (englisch): forbes.com von Eric Jackson
Übersetzt von Sandra Richter

Brutaler Fehlgriff: Wenn die Polizei danebenlangt

von Igelin @ 2012-07-26 – 17:32:06

von Alexandra Ringling

Sie kommen nachts, früh morgens, bei Anbruch der Dämmerung: Mit Maschinenpistolen im Anschlag stürmen sie Grundstücke, Wohnhäuser und Bürogebäude: Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei, die nur in besonderen Gefährdungssituationen losgeschickt werden – eigentlich.

Denn immer wieder gibt es auch in Norddeutschland Fälle, in denen das SEK bei völlig unbescholtenen Bürgern die Wohnung stürmt.

Wenn das SEK danebenliegt

Immer wieder kommt es vor, dass Sondereinsatzkommandos die Wohnungen unbescholtener Bürger stürmen – mit Maschinenpistolen im Anschlag.

Mit Waffe auf Kind gezielt

So zum Beispiel bei Andreas Worm, einem Bauleiter aus Wedemark: Lautlos pirschen sich die Fahnder Richtung Hauseingang und erschießen bereits auf dem Weg den Hütehund Carlos. Der Familienvater erinnert sich: „Wir hörten Stimmen aus einem Hubschrauber und im gleichen Moment fielen auch schon zwei Schüsse – ich dachte, ich bin im falschen Film.“ Seine Ehefrau muss zusehen, wie ihr Mann auf den Boden geworfen und gefesselt wird. Was sich dann abspielt, lässt Worm noch heute den Atem stocken: „Einer hielt mich fest und einer stand dann dort in der Zimmertür meines Sohnes und zielte mit dem Gewehr aufs Kinderbett. Ich rief: ‚Bitte, bitte zielen Sie nicht auf mein Kind!‘ Doch der schrie nur: ‚Alter, halt dein Maul, sonst trete ich dir die Zähne ein.'“

Hält das Vorgehen der Beamten für gerechtfertigt: Irene Silinger, Oberstaatsanwältin bei der Staatsanwaltschaft Hannover.
Die zuständigen Ermittlungsbehörden begründen den SEK-Einsatz so: „Uns lag ein Zeugenhinweis vor, wonach der Beschuldigte im Besitz illegaler Waffen sein sollte“, sagt Irene Silinger von der Staatsanwaltschaft Hannover. In Wirklichkeit handelte es sich allerdings lediglich um Dekowaffen, eine Sammelleidenschaft von Andreas Worm – Feuerzeuge in Pistolenform, originalgetreue, aber ungefährliche Spielzeug-Nachbauten, die ihm an jenem Morgen zum Verhängnis wurden.
Falsches Grundstück durchsucht

Auch im mecklenburgischen Grevesmühlen gerät ein Ehepaar völlig schuldlos ins Visier der Ermittler: Acht schwerbewaffnete SEK-Beamte stürmen mit gezogenen Waffen in ihr Autohaus. Inhaber Thomas Oldenburg berichtet von Todesangst: „Da kam einer von diesen schwarz Vermummten zu mir und forderte mich auf, unseren Rottweiler festzumachen. Ich ging dann vorweg, der Vermummte immer hinter mir mit Maschinenpistole im Anschlag. Auf dem Weg zum Hof hab ich gedacht, wenn der Hund dir jetzt wegläuft, dann knallen die dich ab.“ Seine Frau kann bis heute nicht über die Ereignisse sprechen – ohne, dass sie anfängt zu weinen.

Später stellt sich heraus: Die Nachbarn des Autohändlers waren in Verdacht geraten, Hehlerei im großen Stil zu betreiben. Die Polizisten vor Ort entschieden sich spontan, auch das Nachbargrundstück zu durchsuchen. „Ich habe natürlich gefragt, auf welche Rechtsgrundlage sich das bezieht“, sagt Thomas Oldenburg, „aber dann wurde mir immer wieder gesagt, es sei Gefahr im Verzuge.“ Nach der Aktion stellt er Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch und Nötigung. Doch die zuständige Staatsanwaltschaft Schwerin stellt die Ermittlungen ein. Denn die Polizeiführung habe nicht „vorsätzlich fehlerhaft entschieden, sondern nach bestem Wissen und Gewissen“. Hausfriedensbruch oder Nötigung hätten daher „nicht vorgelegen.“
Schwammige Definitionen von „Gefahr“

Spricht lediglich über allgemeine Einsatzvorgaben, sieht aber keinen Handlungsbedarf: Frank Federau, Sprecher des Landeskriminalamts in Niedersachsen.

Das SEK wird eingesetzt, wenn ein geplanter Einsatz zu gefährlich für die normale Polizei erscheint. Mit der exakten Definition von „zu gefährlich“ hält man sich allerdings äußerst bedeckt. Frank Federau vom Landeskriminalamt Niedersachsen gibt lediglich allgemeine Einsatzkriterien zu Protokoll: „Besondere Gefährdungssituationen sind eben, wenn es die Information gibt, dass dort scharfe Waffen vorhanden sind, dass möglicherweise Sprengstoff in der Wohnung ist, möglicherweise sehr aggressive Gewalttäter dort vor Ort sind und möglicherweise auch gefährlich aggressive Hunde.“
Allerdings gibt es allein in Niedersachsen in den letzten sechs Monaten bereits drei SEK-Einsätze, die im Landtag in Hannover Fragen aufwerfen: „Ich habe große Sorge, dass ein Denunziantentum um sich greift“, warnt Meta Janssen-Kucz von Bündnis 90/Die Grünen. Ihre Befürchtung ist, dass „es lediglich einen anonymen Hinweis gibt und dass dann unter dem Vorwand ‚Gefahr im Verzug‘ das SEK zum Einsatz kommt. Deshalb ist es mir so wichtig, dass wir klare Kriterien haben, die für jedermann nachvollziehbar sind“, so die Abgeordnete. Denn schlampige Ermittlungen und „Gefahr im Verzug“ als einziges Kriterium können fatale Folgen für die Betroffenen haben.

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Martina Pflock und ihre Tochter Michele aus Friedrichroda/Thüringen – Und es war doch Mord!

von Igelin @ 2012-07-26 – 17:16:06

http://de.metapedia.org/wiki/Pflock,_Martina

http://rense.com/general81/baph.htm

Dieses Schriftstück ist der Deutschen Regierung bekannt und kann nicht widerlegt werden. Es ist kein illegales oder rechtsradikales Schriftstück. Bitte vervielfältigen und verteilen Sie es, damit das Deutsche Volk endlich aufwacht!!!

Die Bestätigung des „Ultimativen Abgabenbefreiungsformulars” durch das Thüringer Innenministerium gerichtet an Frau Martina Pflock † soll jedoch eine Fälschung sein!

(pdf-Link unten )

1. Deutschland ist seit dem Ende des zweiten Weltkrieges
kein souveräner Staat, sondern militärisch besetztes
Gebiet der alliierten Streitkräfte.Es wurde mit Wirkung zum
12.09. 1944 durch die Hauptsiegermacht, die Vereinigten
Staaten von Amerika beschlagnahmt (vgl. SHAEF-Gesetz
Nr.52, Art.1 Supreme Headquarters Allied Expeditionary
Forces).

Alle Vorbehaltsrechte der Alliierten haben bis zum heutigen
Tage uneingeschränkte Gültigkeit. Die Alliierten haben dies im
„Übereinkommen zur Regelung bestimmter Fragen in Bezug
auf Berlin“ vom 25.09.1990 (BGBl. 1990, Teil I, Seite 1274)
nochmals bekräftigt, also nach dem sog. „Einigungsvertrag“
vom 31.08.1990. Dies hat auch unmittelbar Gültigkeit für das
ganze Land, da der völkerrechtliche Grundsatz Anwendung findet:
„Was in der eroberten Reichshauptstadt gilt, gilt auch im
eroberten Reich!“

Folgende Stellen aus dem „Übereinkommen zur Regelung
bestimmter Fragen in Bezug auf Berlin“ belegen das fortgeltende
Besatzungsrecht der Alliierten: „In der Erwägung, dass es
notwendig ist, hierfür in bestimmten Bereichen einschlägige
Regelungen zu vereinbaren, welche die deutsche Souveränität
in Bezug auf Berlin nicht berühren…“ (Präambel, Abschnitt 6)
„Alle Rechte und Verpflichtungen, die durch gesetzgeberische,
gerichtliche oder Verwaltungsmaßnahmen der alliierten
Behörden in oder in Bezug auf Berlin oder aufgrund solcher
Maßnahmen begründet oder festgestellt worden sind, sind und
bleiben in jeder Hinsicht nach deutschem Recht in Kraft, ohne
Rücksicht darauf, ob sie in Übereinstimmung mit anderen
Rechtsvorschriften begründet oder festgestellt worden sind.
Diese Rechte und Verpflichtungen unterliegen ohne
Diskriminierung denselben künftigen gesetzgeberischen,
gerichtlichen und Verwaltungsmaßnahmen wie gleichartige
nach deutschem Recht begründete oder festgestellte Rechte
und Verpflichtungen.“ (Artikel 2) „Alle Urteile und
Entscheidungen, die von einem durch die alliierten Behörden
oder durch eines derselben eingesetzten Gericht oder gerichtlichen
Gremium vor Unwirksamwerden der Rechte und Verantwortlichkeiten
der Vier Mächte in oder in Bezug auf Berlin
erlassen worden sind, bleiben in jeder Hinsicht nach deutschem
Recht rechtskräftig und rechtswirksam und werden von
den deutschen Gerichten und Behörden wie Urteile und Entscheidungen
deutscher Gerichte und Behördenbehandelt.
(Artikel 4)

2. Deutschland hat bis heute keinen rechtsgültigen
Friedensvertrag mit den Gegnern des 2.Weltkrieges geschlossen
– weder mit den vier alliierten Besatzungsmächten, noch mit
irgendeinem anderen Staat. Aufgrund der „Feindstaatenklausel“
der Vereinten Nationen (Artikel 53 und 107 der UNCharta)
befindet sich Deutschland mit insgesamt 47 Staaten
völkerrechtlich noch immer im Kriegszustand. Dieser Zustand
kann nur durch einen Friedensvertrag aufgehoben werden. Im
SHAEF- Gesetz- Nr. 3 (veröffentlicht von der Militärregierung
für Deutschland – Kontrollgebiet des obersten Befehlshabers,
bestätigt und ausgegeben am 15.11.1944), erkennen folgende
Staaten die U.S.A. als Oberbefehlshaber und Hauptsiegermacht
des 2. Weltkrieges und somit den fortwährenden
Kriegszustand an (Deutschland hat bis zum heutigen Tage nur
einen Waffenstillstand):

3. Die „Bundesrepublik Deutschland“ (BRD) war zu keinem
Zeitpunkt Rechtsnachfolger des „Deutschen Reiches“,
sondern nur ein „Besatzungsrechtliches Mittel“ zur
Selbstverwaltung eines Teiles von Deutschland für eine
bestimmte Zeit. Die „Bundesrepublik Deutschland“ (BRD) war
nie ein souveräner Staat, sondern stellte genau wie die „Deutsche
Demokratische Republik“ (DDR) eine vorübergehende
Verwaltungseinheit im besetzten Deutschland dar. Das besatzungsrechtliche
Mittel „Bundesrepublik Deutschland“ existierte
auf der Grundlage des es konstituierenden „Grundgesetzes“
vom 23.05.1949 bis 17.07.1990.

4. Berlin hat seit Ende des Krieges einen besatzungs- und
verfassungsrechtlich „besonderen Status“ und war nie ein
Teil der BRD. Berlin war niemals und ist bis heute kein Land
der „Bundesrepublik Deutschland“. Dies haben die Alliierten im
Genehmigungsschreiben der Militärgouverneure zum Grundgesetz
vom 12.05.19945 (Abs.4) festgeschrieben. Dieser
Tatsache trägt auch das Bestätigungsschreiben der Alliierten
Kommandantura zur Verfassung von Berlin (BKO (50) 75 vom
29.08.1950 (VOBl. I S.440) in Verbindung mit BKO (51) 56,
Abs.2 vom 08.10.1951) Rechnung, in dem die Alliierten zwei
Absätze der Verfassung von Berlin außer Kraft setzen: – Absatz
2, in dem festgestellt wird, dass Berlin ein Land der Bundesrepublik
Deutschland sei und – Absatz 3, in dem erklärt
wird, dass Grundgesetz und Gesetze der „Bundesrepublik
Deutschland“ für Berlin bindend seien. Im „Übereinkommen zur
Regelung bestimmter Fragen in Bezug auf Berlin“ vom
25.09.1990 (BGBl. 1990, Teil II, S. 1274) wurden diese
Tatsachen nochmals bestätigt. Damit waren und sind Bürger
von Berlin (in Ost und West) keine Bürger der „Bundesrepublik
Deutschland“. Sichtbare Zeichen der Exterritorialität von Berlin
gegenüber der BRD ist beiderseitige Nichtzuständigkeit
Berliner und bundesdeutscher Behörden, die Neutralität der
Abgeordneten im Bundestag und die Freiheit der Berliner
Bürger vom Wehr- bzw. Ersatzdienst.

5. Das besatzungsrechtliche Provisorium BRD erhielt
keine vom Volk in freier Selbstbestimmung gewählte
Verfassung, sondern lediglich ein „Grundgesetz“. Nach geltendem
Völkerrecht („Haager Landkriegsordnung“ von 1907, Art.
43, [RGBl.1910]) ist ein „Grundgesetz“ ein „Provisorium zur
Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung in einem militärisch
besetzten Gebiet für eine bestimmte Zeit“. Die provisorische
Natur des „Grundgesetzes für die BRD“ kommt im Artikel 146
zum Ausdruck, der auch im sog. „Einigungsvertrag“ erhalten
blieb: „Dieses Grundgesetz verliert seine Gültigkeit an dem
Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die vom Deutschen
Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.“ Im Artikel
25 des Grundgesetzes verpflichtet sich die Bundesrepublik
Deutschland, die allgemeinen Regeln des Völkerrechts
anzuerkennen. Sie sind damit Bestandteil des Bundesrechts,
gehen anderen Gesetzen vor und erzeugen Rechte und
Pflichten unmittelbar für die Bewohner des Bundesgebietes.
Als völkerrechtlicher Vertrag ist somit auch die „Haager
Landkriegsordnung“ dem „Grundgesetz für die Bundesrepublik
Deutschland“ übergeordnet. Solange die Bundesrepublik
Deutschland (BRD) mit Ihrer Politik die Übergabe der
Regierungsverantwortung an den Reichskanzler des Staates
„Deutsches Reich“ verhindert, so leistet die BRD einem Krieg gegen

Deutschland Vorschub, denn gemäß „Haager Landkriegsordnung“
darf ein Land 60 Jahre besetzt werden. Aus diesem
Grunde sind selbst in den U.S.A. bei Immobilienverkäufen die
Eigentumsverhältnisse auf 60 Jahre rückwirkend zu überprüfen.
Nun gibt es für die U.S.A. zwei Möglichkeiten: 1.) Es
kommt zu einem friedlichen Wechsel der Regierungsverantwortung
in Deutschland und die U.S.A. wird somit in die
Lage versetzt, mit dem ehemaligen Kriegsgegner, nämlich dem
„Deutschen Reich“, einen Friedensvertrag zu schließen, oder
2.) Der U.S.A. bleibt zur Sicherung Ihrer Ansprüche leider
nichts weiter übrig als in einem neuen Krieg gegen
Deutschland dieses erneut besetzen zu müssen, mit aller Not,
Elend, Leid, Hunger usw.; dann würden die oben genannten 60
Jahre erneut von vorne beginnen.

6. Mit der Streichung des Artikels 23 ist am 17.07.1990
nicht nur das Grundgesetz, sondern die „Bundesrepublik
Deutschland“ selbst als provisorisches Staatsgebilde
erloschen. Am 17.07.1990 verfügten die Alliierten während der
Pariser Konferenz neben der Aufhebung der „Verfassung der
DDR“ die Streichung der Präambel und des Artikels 23 des
„Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland“. Mit dem
territorialen Geltungsbereich verlor das „Grundgesetz für die
Bundesrepublik Deutschland“ als Ganzes mit Wirkung zum
18.07.1990 seine Gültigkeit. (BGBl. 1990, Teil II, Seite
885,890 vom 23.09.1990 ).
Da die BRD verfassungsrechtlich (festgestellt mit Urteil des
Bundesverfassungsgerichtes) ihre Hoheit ausdrücklich „auf
den Geltungsbereich des Grundgesetzes“ bezog, war mit dem
Grundgesetz auch das besatzungsrechtliche Mittel „BRD“ aufgelöst.
Seit diesem Zeitpunkt – 18.07.1990 – existiert das
besatzungsrechtliche Provisorium namens „Bundesrepublik
Deutschland“, das 41 Jahre lang die Belange für einen Teil des
Deutschen Volkes treuhändisch für die Westalliierten zu verwalten
hatte, nicht mehr. Alle von der Regierung und den
Behörden der untergegangenen „Bundesrepublik Deutschland“
seit ihrem Erlöschen getätigten Rechtsgeschäfte und Verwaltungsakte
sind danach rechtswidrig und ungültig.
Alle seitdem ausgestellten Pässe, Personalausweise,
Führerscheine, Kfz –Zulassungen und Kfz-Schilder, sowie alle
seitdem erlassenen Gesetze, Verordnungen, Verwaltungsvorschriften
und alle seitdem auf der Grundlage des nicht mehr
rechtswirksamen Grundgesetzes durchgeführten Wahlen der
„Bundesrepublik Deutschland“ sind nichtig. Da die „Bundesregierung“
nicht auf der Basis einer vom Volk in freier Wahl angenommenen
Verfassung regiert, begründet sie nach Völkerrecht
die Staatsform einer Diktatur.

7. Mit dem Erlöschen des Grundgesetzes ist die „Weimarer
Verfassung“ von 1919 wieder in Kraft. Die Verfassung des
Staates „Deutsches Reich“ ist seit dem 18.07.1990 die einzige
Rechtsgrundlage des Deutschen Volkes. Die „Weimarer
Verfassung” vom 11.08.1919 ist nie völkerrechtlich wirksam
aufgehoben oder ersetzt worden. Deshalb ist sie nach der
Auflösung des Grundgesetzes die einzig gültige verfassungsmäßige
Rechtsgrundlage in Deutschland. Sie ist die einzige
Verfassung, die vom Deutschen Volk in freien Wahlen angenommen
wurde. (Sie gilt in der Fassung vom 30.01.1933 mit
den durch die alliierte Gesetzgebung bis zum 22.05.1949 vorgenommenen
Veränderungen) Zwar wurde die Weimarer Verfassung
durch die Nationalsozialisten 1935 mit dem “Gesetz
zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich” und der
Schaffung des Landes „Sachsen- Anhalt“ völkerrechtswidrig
außer Kraft gesetzt, doch sind diese völkerrechtswidrigen
Gesetze der Nationalsozialisten durch das SHAEF-Gesetz Nr.1
der Alliierten wieder aufgehoben worden. Damit ist der
Verfassungszustand vom 30.01.1933.

8. Der Staat “Deutsches Reich” als Institution des Völkerrechts
ist 1945 bei der Kapitulation nicht untergegangen.
Am 08.05.1945 hat nicht der Staat „Deutsches Reich”, sondern
die Deutsche Wehrmacht von Groß-Berlin die „Bedingungslose
Kapitulation” in Berlin-Karlshorst unterschrieben. Das
Deutsche Reich wurde lediglich beschlagnahmt und verlor
danach durch die Festnahme der Regierung Dönitz seine
Handlungsfähigkeit. Nach den Plänen der Alliierten sollte es
dem Deutschen Volk nach Abschluss eines Friedensvertrages
zurückgegeben werden. Die von Alliierten definierte
Territorialität Deutschlands waren und sind die Reichsgrenzen
vom 31.12.1937.
Das Bundesverfassungsgericht hat dies mit Urteil vom
31.07.1973 bestätigt: „Es wird daran festgehalten, dass das
deutsche Reich den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und
weder mit der Kapitulation noch durch die Ausübung fremder
Staatsgewalt in Deutschland durch die Alliierten noch später
untergegangen ist; es besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist
allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation nicht handlungsfähig.
Die BRD ist nicht „Rechtsnachfolger“ des Deutschen
Reiches.“ (Urteile 2 Bvl.6/56, 2 BvF 1/73, 2 BvR
373/83; BVGE 2,266 (277); 3, 288 (319ff; 5.85 (126); 6, 309,
336 und 363)
Gemeint ist das 2.Deutsche Reich (Die „Weimarer Republik“),
da das „3.Reich“ 1945 durch die Alliierten mit Aufhebung der
verfassungswidrigen Gesetze der Nationalsozialisten aufgelöst
worden war. Diese Urteile sind zwischenzeitlich zu keinem
Zeitpunkt revidiert worden und auch nicht durch die geänderten
politischen Verhältnisse in Europa hinfällig geworden. Das
besatzungsrechtliche Provisorium „Bundesrepublik Deutschland“
war und ist zu keinem Zeitpunkt identisch mit dem
Staat Deutsches Reich. Es konnte auch, da nicht souverän, zu
keinem Zeitpunkt die Rechtsnachfolge des Deutschen Reiches
antreten.

9. Die Alliierten haben 1985 die Handlungsfähigkeit des
Deutschen Reiches wieder hergestellt. (Dies ist unter anderem
im Urteil des Landgerichts Berlin unter Aktenzeichen
13.0.35/93 festgestellt worden.) Die Regierungsvertreter und
alle anderen Beamten des Staates „Deutsches Reich“ sind mit
Eid dienstverpflichtet und unterstehen der Genehmigung,
Anweisung, Kontrolle und Gerichtsbarkeit der amerikanischen
Streitkräfte, im Endeffekt deren Oberbefehlshaber, dem
Präsidenten der U.S.A. Die U.S.A. haben als Hauptsiegermacht
des 2. Weltkrieges unter anderem die Reichsbahn
als Sondervermögen des Deutschen Reichs beschlagnahmt.

10. Das Hoheits- und Vertretungsrecht über Deutschland
kann völkerrechtlich nur von einer Regierung des
“Deutschen Reiches” ausgeübt werden. Die Regierung des
„Deutschen Reiches” ist die einzige Instanz, die aber territoriale
und hoheitsrechtliche Belange des deutschen Volkes entscheiden
kann. Es war niemals irgendeinem Vertreter oder
einer Institution der besatzungsrechtlichen Provisorien „Bundesrepublik
Deutschland“ und „Deutsche Demokratische
Republik” möglich gewesen, über Deutschland als Ganzes zu
entscheiden. Das bedeutet, dass eine Abtrennung oder
Abtretung von Teilen des Deutschen Reichsgebietes z.B. an
Frankreich, Polen und Russland durch Vertreter der Institution
„Bundesrepublik Deutschland“ unmöglich, da rechtswidrig und
somit von Anfang an ungültig war. Die entsprechenden Gebiete
gehören weiterhin zum Staat „Deutsches Reich“ und werden
bei Erlangung der vollen Souveränität diesem nach internationalem
Völkerrecht wieder zurückgegeben werden.

11. Der „Einigungsvertrag” zwischen zwei Teilen von
Deutschland ist sowohl völkerrechtlich als auch staatsund
verfassungsrechtlich ungültig.
Das Sozialgericht Berlin hat im Urteil einer Negationsklage
vom 19.05.1992 (Aktenzeichen S 56 Ar 239/92) festgestellt,
dass der so genannte „Einigungsvertrag“ vom 31.08.1990
(BGBl.1990, Teil II, Seite 890) ungültig ist, da man nicht zu
etwas beitreten kann, was bereits am 17.07.1990 aufgelöst
worden ist. Artikel 1 des sog. „Einigungsvertrages” besagt,
dass die Länder Brandenburg, Mecklenburg- Vorpommern,
Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gemäß Artikel 23 des
„Grundgesetzes” am 03.10.1990 Länder der „Bundesrepublik
Deutschland“ werden. Da dieser Artikel jedoch bereits am
17.07.1990 durch die Alliierten aufgehoben war, konnte ein
rechtswirksamer Beitritt der ehemaligen DDR zu diesem
Zeitpunkt nicht mehr erfolgen. Somit konnte auch kein Bürger
der ehemaligen DDR dem territorialen Geltungsbereich des
Grundgesetzes beitreten. Die Protokollerklärung zum
„Einigungsvertrag“, die in den veröffentlichten Ausgaben meist
fehlt, macht deutlich, dass sich die Vertragspartner sowohl der
Fortgeltung alliierten Rechtes als auch der weiterhin ausstehenden
Einheit von Deutschland als Ganzem bewusst waren:
” Beide Seiten sind sich einig, dass die Festlegung des Vertrags
unbeschadet der zum Zeitpunkt der Unterzeichnung noch
bestehenden Rechte und Verantwortlichkeiten der „Vier Mächte“
in Bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes sowie der
noch ausstehenden Ergebnisse der Gespräche über die äußeren
Aspekte der Herstellung der Deutschen Einheit getroffen
werden.“ Alle seit dem 18.07.1990 von der erloschenen
„Bundesrepublik Deutschland“ und deren Vertretern geschlossenen
Verträge mit anderen Ländern und internationalen
Organisationen sind rechtsungültig. Sie sind daher weder für
Bürger der nicht mehr existenten „Bundesrepublik
Deutschland“, noch für Bürger des Staates „Deutsches Reich“,
noch für die jeweiligen Vertragspartner bindend. Dies begründet
auch in der EU die derzeitige Situation für die
Vertragspartner Deutschlands.

12. Grundstückverkäufe im Gebiet von Gesamtdeutschland
nach dem 18.07.1990 sind ungültig.
Gemäß der Alliierten Kommandantura Berlin [BK/O (47) 50]
vom 21.02.1947 sind Grundbuchänderungen nur mit
Zustimmung der alliierten Behörden möglich. Damit sind schon
aus diesem Grunde alle Grundstücksverkäufe in Gesamtdeutschland
nach diesem Datum nichtig. Dies gilt umso mehr
nach der Auflösung des besatzungsrechtlichen Mittels
“Bundesrepublik Deutschland“ (ab dem 18.07.1990).

13. Mit dem Erlöschen des territorialen Geltungsbereichs
der „Bundesrepublik Deutschland” ist auch die Institution
“Deutsche Bundesbank” und die Finanzhoheit der
Bundesrepublik Deutschland erloschen. Daher muss jede
Gruppe natürlicher oder juristischer Personen in Deutschland
für ihre Geschäfte die von den Alliierten nach dem Krieg eingesetzte
Währung „Deutsche Mark“ (DM) oder US $ im
Wechselkurs 2:1 verwenden (vgl. der Militärregierung
Deutschland Gesetz Nr.61: „Erstes Gesetz zur Neuordnung
des Geldwesens“ in Verbindung mit dem Gesetz Nr. 67:
„Ausstattung der Gebietskörperschaft Groß-Berlin mit Geld“).
Darüber hinaus hat kein Deutscher mehr die Verpflichtung,
vermeintliche Schulden oder die dafür erhobenen Zinsen
zurückzubezahlen, welche die nicht mehr existierende „Bundesrepublik
Deutschland ” bei welcher Bank auch immer aufgenommen
hat.

14. Der Staatsbesitz des „Deutschen Reiches“ ist nach wie
vor Eigentum des „Deutschen Reiches“ und muss nach
einem Friedensvertrag zurückgegeben werden. Der
Staatsbesitz des Deutschen Reiches wurde bei Kriegsende
von den Siegermächten als „Sondervermögen Deutsches
Reich” beschlagnahmt. Treuhändischer Besitzer ist bis zum
Abschluss des Friedensvertrages mit dem „Deutschen Reich“
die U.S.A.. Erst nach Abschluss eines Friedensvertrages werden
die beschlagnahmten Güter dem Staat „Deutsches Reich“
wieder gehören. Die von der nicht mehr existierenden Regierung
der „Bundesrepublik Deutschland” seit ihrem
Untergang am 18.07.1990 durchgeführte Veräußerung von
Teilen dieses Staatsbesitzes des Staates „Deutsches Reich“
(Dazu gehören z.B. die Deutsche Post, Telekom und deren
Grundstücke, die Deutsche Reichsbahn und deren Grundstücke)
war damit rechtswidrig und von Anfang an ungültig.
Daher müssen diese Geschäfte rückgängig gemacht werden.

15. Die Behörden der untergegangenen „Bundesrepublik
Deutschland” besitzen keine Hoheitsrechte mehr; ihre
Akten sind nicht rechtswirksam.

Es ist den Behörden der untergegangenen “Bundesrepublik
Deutschland’” seit dem 18.07.1990 nicht mehr möglich, rechtswirksam
Schreiben mit hoheitlichem Inhalt (Bescheide u. ä.)
zuzustellen. Es bedarf einer Amtsperson, um Briefe mit hoheitlichem
Charakter zuzustellen. Derzeitig haben die Behörden,
Gerichte usw. der „Bundesrepublik Deutschland” nur die Möglichkeit,
sich der privatisierten Deutschen Post AG bzw. anderer
privater Zustelldienste zu bedienen. Da auch Richter und
Gerichtsvollzieher gar keine Amtspersonen sind, ist es den
sog. Behörden der „Bundesrepublik Deutschland“ auch
unmöglich, über diesen Weg rechtswirksam Briefe zuzustellen.
Zudem haben Behörden der „Bundesrepublik Deutschland”
grundsätzlich keine Befugnis, Bürgern des Staates „Deutsches
Reich” Briefe zuzustellen, da diese Bürger diesen Behörden
exterritorial (sozusagen als Bürger eines anderen Staates)
gegenüberstehen. (gemäß § 20 GVG, § 3 Freiwilligen-
Gerichtsbarkeits-Gesetz, Artikel 50 EBGB, § 11 StPO und § 15
ZPO).

Ebenso wenig wie die „Bundesrepublik Deutschland“ der
Botschaft eines anderen Landes aufgrund deren
Exterritorialität hoheitliche Briefe rechtswirksam zustellen
kann, kann sie dies für Bürger des Staates „Deutsches Reich“.
Bürger des Staates Deutsches Reich stehen der
“Bundesrepublik Deutschland” exterritorial gegenüber. Das
heißt, sie unterstehen:

– bürgerrechtlich (gemäß Artikel 50, Satz 1 EGBGB vom
29.11.1952 [BGBl. I S.780, ber. S. 843])
– allgemein- und verwaltungsrechtlich (gemäß § 3, Abs. 1 FGG
vom 12.09.1950 [BGBl. S.455])
– strafprozessrechtlich (gemäß § 11, Abs.1, Satz 1, StPO vom
07.04.1987 [BGBl. I, S. 1074, ber. S 1319])
– zivilprozessrechtlich (gemäß § 15, Abs. 1, Satz 1, ZPO vom
12.091950 [BGBl. I, S. 533])
– gerichtsverfassungsrechtlich (gemäß § 71, Abs. 2, Satz 1 und
gemäß § 20, Abs. 1, GVG vom 09.05.1975 [BGBl. I, S. 1077])
nicht den Behörden und der Gerichtsbarkeit der de jure erloschenen
und nicht mehr existenten „Bundesrepublik
Deutschland“. Alle sogenannte “Beamte” und Vertreter der
„Bundesrepublik Deutschland“ begehen Landesverrat bzw.
Hochverrat gegenüber dem Deutschen Volk. Die
Regierungsvertreter der „Bundesrepublik Deutschland” wurden
hierüber im Jahre 1990 von den Siegermächten in Kenntnis
gesetzt und angewiesen, alle untergeordneten Behörden ebenfalls
zu informieren. Zusätzlich wurden auch alle Verwaltungsbehörden
von Städten und Gemeinden der „Bundesrepublik
Deutschland“ mit mehr als 40.000 Einwohnern direkt über diesen
Sachverhalt aufgeklärt und darauf hingewiesen, dass das
Leugnen dieser Tatsachen und das weitere Festhalten an dem
„Alleinvertretungsanspruch“ der „Bundesrepublik Deutschland”
als vermeintliche Rechtsnachfolgerin des Staates „Deutsches
Reich“ den Tatbestand des Landes- bzw. Hochverrats erfüllt.

16. Jeder Verwaltungsakt, der von den Behörden der seit
dem 18.07.1990 erloschenen „Bundesrepublik Deutschland”
an den Bürgern des Staates „Deutsches Reich“
und deren Eigentum durchgeführt worden ist, ist ein
rechtswidriger Übergriff bzw. eine Souveränitätsverletzung
und daher schadenseratzpflichtig. Dieser Schadenersatz
ist von den Personen zu leisten, die die Anordnung
für einen Bescheid o. ä. unterschrieben haben, denn die sog.
Amtspersonen der „Bundesrepublik Deutschland“ sind seit
dem 17.07.1990 keine Amtspersonen mehr. Sie sind lediglich
als Privatpersonen zu betrachten. welche sich anmaßen, ohne
von der rechtmäßigen Regierung des Staates legitimiert worden
zu sein, Bescheide und ähnliche Maßnahmen gegen
Bürger des Staates „Deutsches Reich“ durchzusetzen. Diese
Privatpersonen, die sich als Amtspersonen ausgeben. ohne
definitiv solche zu sein, können beim Department of Justice in
den U.S.A. wegen terroristischer Handlungen gegen die
Interessen der USA angezeigt werden.
Alle seit dem 18.07.1990 von den Behörden der „Bundesrepublik
Deutschland” eingeforderten Geldleistungen,
Sachwerte oder Dienstleistungen sind rechtswidrig erhoben
worden und stellen eine ungerechtfertigte Bereicherung der
Personen dar, welche diese Leistungen verlangt haben. Jeder
Deutsche hat das Recht und die Pflicht, diese erbrachten Leistungen
zurückzufordern.

17. Als Vertreter für die Rechtsordnung des „Deutschen
Reiches“ setzt die Kommissarische Reichsregierung
„reichsrechtliche Rechtssachverständige“ ein. Da es zurzeit
keine zugelassenen Rechtsanwälte und Notare für die
Rechtsordnung des „Deutschen Reiches“ gibt, werden „reichsrechtliche
Rechtssachverständige“ und für das Gebiet des
Reichslandes Preußen auch „reichsrechtliche Rechtskonsulenten“’
ausgebildet. Diese ausgesuchten Personen sind die
zur Zeit einzigen zur Rechtsordnung des Staates „Deutsches
Reich“ von den USA und der Kommissarischen Regierung des
Staates “Deutsches Reich” genehmigten und zugelassenen
rechtskundigen Personen.

18. Alle Personen, die im 1944 beschlagnahmten Gebiet
von Deutschland geboren sind, sind Deutsche.
Deutschland umfasst nach Völkerrecht nach wie vor das
gesamte Gebiet des „Deutschen Reichs“ in den Reichsgrenzen
vom 31.12.1937, wie sie im SHAEF-Gesetz Nr. 52 (Artikel VII
Nr. 9, Abschnitt c in Verbindung mit dem 1. Londoner Protokoll
vom 12.9.1944) festgelegt wurden. Alle innerhalb dieser
Grenzen geborenen Personen sind gemäß des Reichs- und
Staatsangehörigkeitsgesetzes vom 22.07.1913 – und sogar
nach Artikel 116 des „Grundgesetztes für die Bundesrepublik
Deutschland“ – Deutsche und somit Bürger des Staates
„Deutsches Reich”. Die Berliner in Ost und West sind und
waren durchgehend seit dem 11.08.1919 immer Bürger des
Staates „Deutsches Reich“, auch aufgrund des Vier-Mächte-
Sonderstatus der Reichs- Hauptstadt Berlin.

19. Jeder Deutsche hat das Recht, Personalpapiere des
„Deutschen Reiches” zu besitzen.
Da alle in den Grenzen des Staates „Deutsches Reich“ im
Gebietsstand vom 31.12.1937 geborenen Personen
Staatsbürger des Staates „Deutsches Reich“ sind, sind sie
somit auch berechtigt, Personalpapiere des Staates
„Deutsches Reich” ohne irgendwelche Schwierigkeiten, rechtliche
Konsequenzen oder Repressalien von Seiten der
Behörden und Institutionen der erloschenen „Bundesrepublik
Deutschland“ befürchten zu müssen, zu besitzen. Das wurde
von der Staatsanwaltschaft, Polizei und Gerichten bestätigt.

20. Nach wie vor planen die Alliierten, den Staat
„Deutsches Reich” zu einem von ihnen zu bestimmenden
Datum zurückzugeben. Auf der „Drei-Mächte-Konferenz zu
Berlin“ (fälschlich „Potsdamer Abkommen“ genannt) am
02.08.1945 fassten die Alliierten den Entschluss, den Staat
„Deutsches Reich“ nach einer Besatzungszeit und nach der
Schließung eines Friedensvertrages zu einem von den
Alliierten zu bestimmenden Datum als souveränen Staat in den
Grenzen vom 31.12.1937 wiederherzustellen (s. SHAEFGesetz
Nr. 52, Artikel VII Nr.9, Abschnitt c.). Daran hat sich bis
heute nichts geändert.

21. Nach geltendem Völkerrecht müssen die Alliierten
Deutschland nach spätestens 60 Jahren zurückgeben. In
der „Haager Landkriegsordnung“ ist festgelegt, dass die
Besetzung eines Landes maximal 60 Jahre dauern darf.
Innerhalb dieser Zeit ist die Siegermacht verpflichtet, einen
Friedensvertrag abzuschließen oder den Kriegszustand wiederherzustellen.
Andernfalls macht sie sich völkerrechtlich
schuldig. Je nachdem, ob man die Alliierte Gesetzgebung, die
bereits 1944 erlassen wurde, oder die Kapitulation der deutschen
Wehrmacht zugrunde legt, bewegen sich
möglicheTermine für die Rückgabe zwischen Februar 2004 und
Mai 2005.

Und was ist passiert? – NICHTS !!!

Diese Aufklärungsschrift soll mit dazu beitragen, dass
eine friedliche Vereinigung und Übergabe Deutschlands
und ein Friedensvertrag zu Stande kommt – Bitte helfen Sie
mit!

Hinweis: Das Schreiben von Trautvetter soll angeblich eine Fälschung sein!

Für alle Deutschen, die immer noch denken, sie leben in einen freien Staat und haben Rechte: Diese 21 Punkte verschweigen uns die Behörden und Schulen – man will uns dumm halten

https://zeitzentrum.files.wordpress.com/2014/09/die-21-punkte-2015.pdf

https://derhonigmannsagt.wordpress.com/tag/martina-pflock/

http://www.webnews.de/416022/menschenrechtsverletzungen-in-der-brd-teil-1

https://www.google.at/#q=Martina+Pflock+Tagebuch+BfeD+ZdJ

http://www.grauezone.de/usb/Generalstaatsanwalt_Jena_Internet.htm
(Vorsicht – Maulwurf der BRD-Regim GmbH)

Tags:
Martina Pflock

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Profit – immer und nur Profit . . .

von Igelin @ 2012-07-24 – 16:21:03

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-28210036.html

Erfundene Krankheiten

Wie die Medizinindustrie Gesunde für krank verkauft

von Sandra Shap
DER SPIEGEL 33/2003

11.08.2003
TITEL
Die Abschaffung der Gesundheit
Systematisch erfinden Pharma-Firmen und Ärzte neue Krankheiten. Darmru-moren, sexuelle Unlust oder Wechseljahre – mit subtilen Marketingtricks wer-den Phänomene des normalen Lebens als krankhaft dargestellt. Die Behandlung von Gesunden sichert das Wachstum der Medizinindustrie.
Anfang des 20. Jahrhunderts begann ein Arzt namens Knock damit, den Menschen die Gesundheit auszutreiben. Der Franzose schuf eine Welt, die nur noch Patienten kannte: „Jeder gesunde Mensch ist ein Kranker, der es noch nicht weiß.“
Knock trat seinen Dienst in einem Bergdorf namens Saint-Maurice an. Die Einwohner waren wohl-auf und gingen nicht zum Arzt. Der verarmte alte Landarzt versuchte seinen Nachfolger zu trösten und sagte: „Sie haben hier die beste Art von Kundschaft überhaupt: Man lässt Sie in Ruhe.“

Doktor Knock war nicht gewillt, sich damit abzufinden.

Doch wie nur sollte der Neuling die vitalen Menschen in seine Praxis locken? Was nur sollte er den Gesunden verschreiben? Listig schmeichelt Knock dem Dorflehrer und bringt ihn dazu, den Ein-wohnern Vorträge über die Gefahren von Kleinstlebewesen zu halten.
Er engagiert den Dorftrommler und lässt ihn ausrufen, der neue Doktor lade alle Bewohner zu einer kostenlosen Konsultation – um die „unheimliche Ausbreitung von Krankheiten aller Art einzudäm-men, die seit einigen Jahren in unserer einstmals so gesunden Region um sich greifen“.
Das Wartezimmer füllt sich. In den Sprechstunden diagnostiziert Knock sonderliche Symptome und bläut den unbedarften Dörflern ein, dass sie seiner ständigen Betreuung bedürfen.
Viele hüten fortan das Bett und nehmen allenfalls noch Wasser zu sich. Am Ende gleicht das Dorf einem einzigen Ho-spital. Es bleiben nur so viele Menschen gesund, wie nötig sind, die Kranken zu pflegen. Der Apo-theker wird ein reicher Mann; ebenso der Wirt, dessen Gasthof als Notlazarett allzeit ausgelastet ist.
Knock blickt abends begeistert auf ein Lichtermeer ringsum: Es sind 250 hell erleuchtete Kranken-stuben, in denen – wie vom Doktor verordnet – 250 Fieberthermometer in die dafür vorgesehenen Körperhöhlen geschoben werden, sobald es zehn schlägt.

Der Dreiakter „Knock oder der Triumph der Medizin“ feierte 1923 in Paris eine rauschende Pre-miere.
In den folgenden vier Jahren wurde das Stück des französischen Schriftstellers Jules Romains 1300-mal aufgeführt, später mehrfach verfilmt, und es wird bis heute an Schulen gezeigt.
Das Theater des Doktor Knock ist nicht totzukriegen – seine bühnenreife Medizin wird im echten Leben fortgeschrieben. Sie handelt davon, wie gesunde Menschen in Patienten verwandelt werden.
An die Stelle des verführerischen Dorfarztes jedoch ist eine ungleich größere Macht getreten, den Menschen die Gesundheit auszutreiben: die moderne Medizin. Ärzteverbände und Pharma-Fir-men, häufig von Patientengruppen unterstützt, predigen eingangs des neuen Jahrhunderts eine Heilkunst, die keine gesunden Menschen mehr kennt.
Um das enorme Wachstum der früheren Jahre beibehalten zu können, muss die Medizinindustrie immer häufiger auch Gesunde medizinisch traktieren. Global operierende Pharma-Konzerne und international vernetzte Ärzteverbände definieren die Gesundheit neu: Natürliche Wechselfälle des Lebens, geringfügig vom Normalen abweichende Eigenschaften oder Verhaltensweisen werden systematisch als krankhaft umgedeutet. Pharmazeutische Unternehmen sponsern die Erfindung ganzer Krankheitsbilder und schaffen ihren Produkten auf diese Weise neue Märkte.
Der Begriff „Sisi-Syndrom“ beispielsweise tauchte 1998 erstmals auf: in einer einseitigen Werbe-anzeige des Unternehmens SmithKline Beecham.
Die betroffenen Patienten sind dem Konzern zufolge depressiv und gegebenenfalls mit Psycho-pharmaka zu behandeln. Allerdings überspielten sie ihre krankhafte Niedergeschlagenheit, indem sie sich als besonders aktiv und lebensbejahend gäben. Das Syndrom werde nach der österreichi-schen Kaiserin Elisabeth („Sisi“) benannt, da sie den Patiententypus wie ein Urbild verkörpere.
Seither hat das Schlagwort die Medien erobert und wird von Psychiatern propagiert: Inzwischen wird die Zahl der am Sisi-Syndrom erkrankten Deutschen bereits auf drei Millionen geschätzt.

Der Psychiater Markus Burgmer, 35, und Kollegen des Uniklinikums Münster entlarvten das Volks-leiden kürzlich als Erfindung der Industrie. Ihre Auswertung der Fachliteratur hat offenbart, dass das Krankheitsbild als „wissenschaftlich nicht begründet“ anzusehen ist.

Die Medienpräsenz des Sisi-Syndroms, darunter ein lanciertes Sachbuch zum Thema, gehe viel-mehr zurück auf Wedopress, eine PR-Firma in Oberursel, die von dem Pillenhersteller beaufragt worden war.

Wedopress selbst rühmt sich heute, für die „Einführung einer ,neuen‘ Depression“ ein „Trommel-feuer“ in den Medien ausgelöst zu haben. Das Fazit der PR-Agentur lautet: „Das Sisi-Syndrom ist etabliert als besondere Ausprägung der Depression, akzeptiert von Medizinern und Patienten.“
Die Firmen Jenapharm und Dr. Kade/ Besins Pharma wiederum versuchen gegenwärtig, eine Krankheit bekannt zu machen, die angeblich Millionen von Männern im besten Alter heimsucht:
das Aging Male Syndrome – die Menopause des Mannes. Die Unternehmen haben Meinungsfor-schungsinstitute, PR-Unternehmen, Werbeagenturen, Medizinprofessoren und Journalisten in Gang gesetzt, um die Wechseljahre des Mannes als ernst zu nehmende und weit verbreitete Erkrankung bekannt zu machen.
Auf Pressekonferenzen wurde „der schleichende Verlust“ der männlichen Hor-monproduktion be-klagt. Anlass für die Kampagne war die Marktreife zweier Hormonpräparate, die seit Frühjahr 2003 in Deutschland zu kriegen sind.
„Es ist schlau und auch ein bisschen gemein, Leute davon zu überzeugen, dass sie etwas haben, von dem sie bisher gar nicht wussten, dass es existiert“, sagt Jacques Leibowitch, Arzt im Krankenhaus Raymond Poincaré nahe Paris.
Die Ausweitung der Diagnosen in den Industriestaaten hat ein groteskes Ausmaß angenommen. Etwa 30 000 verschiedene Seuchen und Syndrome, Störungen und Krankheiten wollen Ärzte beim Homo sapiens ausgemacht haben. Für jede Krankheit gibt es eine Pille – und immer häufiger für jede neue Pille auch eine neue Krankheit. Im Englischen hat das Phänomen schon einen Namen bekommen: „disease mongering“ – das Handeln mit Krankheiten.
Krankheitserfinder verdienen ihr Geld an gesunden Menschen, denen sie einreden, sie wären krank. Ob soziale Phobie, Internet-Sucht, erhöhter Cholesterinspiegel, larvierte Depression, Übergewicht, Menopause, Prä-Hypertonie, Weichteilrheumatismus, Reizdarmsyndrom oder erektile Dysfunktion – medizinische Fachgesellschaften, Patientenverbände und Pharma-Firmen machen in nicht enden wollenden Medienkampagnen die Öffentlichkeit auf Störungen aufmerksam, die angeblich gravie-rend sind und viel zu selten behandelt werden.

Im Ruhrgebiet sind „zwei Drittel der über 45-Jährigen infarktgefährdet“, berichtet die „Ärzte Zei-tung“.

Mehr als drei Millionen Bundesbürger leiden am chronischen Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome), behauptet die in Düsseldorf erscheinende „Medical Press“ – und fügt ver-schämt hinzu: „ohne Gewähr“. Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Aachen geht noch weiter: „Die in Deutschland lebenden Menschen sind alle von einem Vitaminmangel be-trof-fen“, verkündet sie schlicht.

Jeder fünfte Familienvater, sonst immer zuverlässig und geduldig mit den Kindern, erkranke einmal im Leben am soeben entdeckten „Käfig-Tiger-Syndrom“, beteuern der münstersche Professor für Allgemeinmedizin Klaus Wahle und die PR-Firma Medical Consulting Group.

Auf Grund bislang unerkannter, spezifischer Verstimmungen könnten die Papas „sich nicht mehr gut entscheiden, hadern ununterbrochen mit allem und jedem. Wie ein eingesperrter Tiger im Kä-fig“. In solchen Fällen könnten Psychopharmaka und Extrakte aus Johanniskraut „für einen wieder ausgeglichenen Haushalt der Botenstoffe“ im väterlichen Hirn sorgen.

51 Prozent im Volke leiden unter „Refluxsymptomen mit Beeinträchtigung der Lebensqualität“, ver-kündet eine Allgemeinärztin aus dem bayerischen Rödental – sie meint Sodbrennen.

Genau 822 595 Menschen mit Hyperhidrose will die private Kölner Klinik am Ring in Deutschland gezählt ha-ben: Die Betroffenen schwitzen – angeblich so stark, dass sie medizinischer Hilfe bedü-rfen.

Auch deutsche Rentner auf Mallorca sind reif für den Inseldoktor: Trotz – oder vielleicht gerade wegen – schönster äußerer Umstände mache ihnen die „Paradies-Depression“ zu schaffen. Dieses Leiden will der im sonnigen Spanien praktizierende Psychotherapeut Eckhard Neumann beobachtet haben.

Ähnlich bedrohlich mutet die „Leisure Sickness“ an, die pathologische Unfähigkeit zum Müßig-gang. Ad Vingerhoets von der Universität im niederländischen Tilburg meint, drei Prozent der Bevölkerung würden durch Freizeit krank. Die Symptome reichen von Müdigkeit über Kopf- und Gliederschmerzen bis zu Erbrechen und Depressionen. Ferienorte sind zu meiden, weil die Seuche dort besonders heftig grassiert.

Selbst die Zugehörigkeit zum weiblichen Geschlecht wird von den Ärzten wie ein körperliches Lei-den behandelt. Firmen wenden sich an die Mädchen, beispielsweise in kostenlosen Zeitschriften, die beim Frauenarzt ausliegen.
„Fragen Sie bei der Terminvergabe nach der Teenie-Sprechstunde“, rät das Blättchen „Women’s Health“, das laut Impressum mit „exklusiver Unterstützung der Grünenthal GmbH“ erscheint. Im Editorial heißt es: „Der Gynäkologe wird zum Begleiter in allen Lebensphasen, und nicht selten legt er mit seinen Patientinnen eine Lebensstrecke gemeinsam zurück – von jungen Jahren bis ins Alter.“
Sämtliche Umbruchphasen im Leben einer Frau sind längst in medizinische Probleme umdefiniert: Die meisten werdenden Mütter in Deutschland gelten als risikoschwanger, und die Zahl der Kaiser-schnitte auf Wunsch steigt. Jedes Jahr werden rund 160 000 Gebärmütter entfernt – wobei Experten zufolge mindestens 60 000 dieser Eingriffe überflüssig sind.
Die Tage vor der Regelblutung („prämenstruelles Syndrom“) und natürlich die Wechseljahre wur-den medikalisiert: Jede vierte Frau über 40 schluckt in Deutschland Östrogenpräparate, obwohl ein Nutzen wissenschaftlich nicht erbracht werden kann.
Ist eine erfundene Krankheit erst einmal im öffentlichen Bewusstsein angekommen, zahlen Patien-ten und Krankenkassen wie selbstverständlich für die entsprechenden Medikamente und Therapien. Auch die aktuelle Reform des Gesundheitswesens versäumt es, mit dem Erfinden von Krankheiten aufzuräumen – einer legal abgesicherten Ausbeutung der Sozialversicherung, aber auch leichtgläu-biger Selbstzahler steht nichts im Weg. 2. Teil
Während die ausufernden Kosten das Gesundheitssystem überfordern, laufen die Geschäfte der Pharma-Industrie glänzend. Im allgemeinen Krisenjahr 2002 wuchsen die Gewinne der zehn größ-ten Pharma-Unternehmen abermals um ansehnliche 13 Prozent. Für das Marketing gibt die reiche Branche mehr Geld aus als für die Forschung. Ein Drittel der Erlöse und ein Drittel des Personals setzt Big Pharma ein, um Arzneimittel auf dem Markt zu platzieren.
Zug um Zug werden dabei Krankheiten aufgebauscht oder schlicht ausgedacht. „Die Marketingleute jazzen das immer hoch. Das ist doch der natürliche Enthusiasmus“, erklärte Fred Nadjarian, Ge-schäftsführer der Firma Roche in Australien gegenüber dem „British Medical Journal“.

Ende der neunziger Jahre wollte Roche sein Antidepressivum Aurorix vermarkten, das gegen die soziale Phobie helfen soll, eine vorgeblich krankhafte Form der Schüchternheit. Eine von Roche gesponserte Pressemitteilung behauptete, mehr als eine Million Australier litten unter dem „die Seele zerstörenden“ Syndrom, das mit Verhaltenstherapie und Arzneimitteln zu behandeln sei. An-gesichts des großen Marktes rieb sich Nadjarian schon die Hände – doch dann bekamen er und seine Leute nicht einmal genügend Testpersonen für die klinischen Studien zusammen. Die soziale Pho-bie war weit seltener, als die Roche-Mitarbeiter zunächst sich selbst und anschließend der Öffent-lichkeit eingeredet hatten.

Diese Pleite offenbare ein Problem der Pharma-Branche, räumt Nadjarian ein – nämlich den Hang zur Übertreibung. „Wenn Sie die ganzen Statistiken zusammenzählen“, so der Manager, „dann müsste ein jeder von uns ungefähr 20 Krankheiten haben. Viele dieser Sachen werden völlig über-trieben dargestellt.“

An dieser Masche stören sich etliche Ärzte. Hermann Füeßl vom Bezirkskrankenhaus Haar etwa beklagt in dem Fachblatt „MMW“: Die Verbreitung „von Problemen wird durch epidemiologisch fragwürdige Untersuchungen ins Gigantische gesteigert, um dem Betroffenen aufzuzeigen, dass er sich in ‚bester Gesellschaft‘ befindet“.

Ärzte, besonders die Spezialisten, erreichen einen besseren Status, gewinnen an Einfluss und ver-dienen mehr Geld, wenn ein neues Territorium für die Medizin erobert wird. Professoren deutscher Universitäten steigen wie selbstverständlich als Meinungsbildner für die Pharma-Industrie in den Ring.

Diese „Mietmäuler“ (Branchenspott) streichen für einen Vortrag oder einen Auftritt auf einer Pres-sekonferenz Honorare in Höhe von 3000 bis 4000 Euro ein und machen offen Werbung für die ent-sprechenden Krankheiten und die dazu passenden Produkte.
„Wenn es keine Krankheit gibt, dann gehen die Pharma-Firmen pleite“, sagt Carlos Sonnenschein, Hormonexperte an der Tufts University in Boston.
„Die Tragödie der Wissenschaft liegt darin, dass Mediziner bereit sind, ihre Expertise zu verkaufen, um den Interessen der pharmazeutischen Firmen zu dienen.“
Ausgerechnet medizinische Gesellschaften sind vielfach eine enge Liaison mit der Industrie einge-gangen. Martina Dören, Professorin für Frauengesundheit an der Freien Universität in Berlin, kriti-siert: „Durch die in aller Regel dünne, auf Mitgliederbeiträgen beruhende finanzielle Ausstattung wissenschaftlicher Fachgesellschaften hat es sich leider etabliert, dass Kongresse ohne substanzielle finanzielle Unterstützung pharmazeutischer Firmen nicht mehr existieren können.“
Die allermeisten Daten zur Volksgesundheit werden im Auftrag von privaten Unternehmen und Kli-niken erhoben und von Public-Relations-Agenturen an die Medien geliefert. Die Zahlen beruhen bestenfalls auf Stichproben und werden hochgerechnet auf das ganze Volk. Häufig genug aber geht die behauptete Verbreitung einer Krankheit nur zurück auf beliebige Schätzungen.

Kein Misstrauen regte sich, als der Psychologe Alexander Dröschel aus Saarlouis im vorigen Jahr gegenüber der Deutschen Presse-Agentur verkündete, zwischen Stralsund und Konstanz litten rund eine Million Kinder an einer psychiatrischen Krankheit, dem Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperak-tivitäts-Syndrom (ADHS).

Seine Aussage wurde in ganz Deutschl. verbreitet, eine konkrete Quelle dafür vermochte Dröschel nicht anzugeben: „Es kursieren die unterschiedlichsten Zahlen. Da habe ich eine aus dem mittleren Bereich herausgegriffen.“ An Dröschels öffentlicher Spekulation finden einschlägige Pharma-Fir-men Gefallen: Sie halten Psychopillen für zappelige Kinder bereit, damit diese in Familie und Schu-le besser funktionieren, als die Natur sie geschaffen hat. Aggressiv buhlen sie um die jungen Patien-ten.

Die Firma Novartis mit Sitz in Nürnberg hat sogar ein Bilderbuch zum Thema ADHS herausge-bracht. Das Pharma-Märchen erzählt die Geschichte des Kraken Hippihopp, der „fürchterlich aus-geschimpft“ wird, weil er „überall und nirgends ist“ und ihm viele Missgeschicke passieren. Glück-licherweise erkennt Doktorin Schildkröte, was Hippihopp hat: „ein Aufmerksamkeitsdefizitsyn-drom“! Und sie weiß auch, was er braucht: „eine kleine weiße Tablette“.

Zu den Firmen, die sich den Markt selbst erfinden, gehört das Jenaer Unternehmen Biolitec. „Neuer Trend in der kosmetischen Chirurgie – erfolgreicher Einsatz von Biolitec-Lasern bei Vagina-Verjün-gung“ meldete die Firma vor einem Jahr.

Es seien „bereits erste Kliniken in Deutschland und Österreich dazu in der Lage, die Form der Vagi-na entscheidend zu verbessern und ein jugendliches Aussehen wiederherzustellen, so dass unter anderem auch das Lustempfinden der behandelten Frauen deutlich gesteigert werden kann“.

Für den behaupteten Zuwachs an Designerscheiden fehlte freilich jeder Beleg. Auf die Nachfrage, welche Ärzte denn Vaginen per Laser aufhübschten, nannte die beauftragte PR-Firma, die Financial Relations AG in Frankfurt am Main, zwar die Telefonnummern zweier Schönheitskliniken in Bad Reichenhall und Heidelberg. Wie sich herausstellte, konnte sich jedoch in beiden Häusern niemand erinnern, Scheiden verschönert zu haben. Die PR-Firma wollte dennoch nicht von ihrer Aussage ab-rücken und trieb nach vielen Tagen einen Chirurgen auf, der in Wien praktizierte.
Der Mann habe „Erfahrung mit kosmetischer Schamlippenkorrektur und bestätigt den Trend“. Der Handel mit Krankheiten kennt fünf Spielarten, wie sie der australische Kritiker Ray Moynihan und zwei Ärzte beschrieben haben:

Normale Prozesse des Lebens werden als medizinisches Problem verkauft. Nachdem bei-spielsweise die Firma Merck & Co. ein Mittel gegen Haarausfall entdeckt hatte, startete die globale PR-Agentur Edelman eine Kampagne. Sie fütterte Journalisten mit Studien: Ein Drittel aller Männer habe mit Haarausfall zu kämpfen. Zudem habe man herausbekommen, dass der Verlust des Kopfhaares zu Panik sowie emotionalen Schwierigkeiten führe und die Aussichten verringere, im Bewerbungsgespräch einen Job zu bekommen. Was man nicht erfuhr: Die Studie wurde von Merck & Co. gesponsert, und die medizinischen Experten, die den Journalisten die Zitate diktierten, hatte Edelman aufgetan.
Seltene Symptome werden als grassierende Krankheiten dargestellt. Seit der Einführung der Potenzpille Viagra breitet sich die Impotenz erstaunlich aus. Auf einer Internet-Seite des Viagra-Herstellers Pfizer heißt es: „Erektionsstörungen sind eine ernst zu nehmende und häufige Gesundheitsstörung: Ungefähr 50 Prozent der Männer zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr sind davon betroffen.“ Der Hamburger Urologe Hartmut Porst, einer der füh-renden Potenzforscher in der Welt, hält diese pauschale Aussage für heillos übertrieben: „Völliger Unfug.“
Persönliche und soziale Probleme werden in medizinische Probleme umgemünzt. In der Nervenheilkunde gelingt die Umwandlung der Gesunden in Kranke besonders gut, zumal „es keinen Mangel an Theorien gibt, nach denen fast alle Menschen nicht gesund sind“, wie der Hamburger Arzt Klaus Dörner spottet. Entsprechend rasant hat sich die Zahl der seeli-schen Leiden in den offiziellen „Klassifikationssystemen“ vermehrt. Im Katalog der ameri-kanischen Veteran’s Administration waren nach dem Zweiten Weltkrieg gerade einmal 26 Störungen notiert.
Das jetzt gültige „Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders“ (DSM-IV) der Vereinigung der amerikanischen Psychiater zählt 395 verschiedene Leiden auf.
Risiken werden als Krankheit verkauft. Indem Normwerte für Messgrößen wie Cholesterin und Knochendichte herabgesetzt werden, wächst der Kreis der Kranken. Das Jonglieren mit Risikofaktoren wird in den nächsten Jahren eine ungekannte Beschleunigung erfahren: durch die kürzlich abgeschlossene Entschlüsselung des menschlichen Genoms. Fast im Wochen-takt werden inzwischen Gene entdeckt, die Krankheiten im späteren Leben auslösen oder begünstigen; darunter womöglich künftig auch „Krankheitsgene“, die angeblich zu sozial unerwünschtem Verhalten beitragen. Für die Ethiker Jacinta Kerin und Julian Savulescu wird die Auffassung von Gesundheit dadurch entscheidend verändert: „In diesem Sinne wird die Genetik uns die Sichtweise ermöglichen, dass wir alle in irgendeiner Hinsicht ‚krank‘ sind.“

Leichte Symptome werden zu Vorboten schwerer Leiden aufgebauscht. Das Reizdarmsyn-drom etwa geht mit einer Fülle von Symptomen einher, die jeder schon einmal gespürt hat und die viele als normales Rumoren im Darm ansehen: Schmerzen, Durchfall und Blähun-gen. Die diffusen Beschwerden treten vor allem bei Frauen auf und wurden bisher den psy-chosomatischen Erkrankungen zugerechnet.
Erst mit der Verfügbarkeit einer Arznei erwachte das Interesse der Industrie an der angeblichen Krankheit. Was in solch einer Phase in der abgeschotteten Pharma-Welt abläuft, dringt nur selten nach außen. Umso aufschlussreicher ist jenes vertrauliche Papier, dessen Inhalt voriges Jahr im „British Medical Journal“ veröffentlicht wurde.

Es handelt sich um einen geheimen Strategieentwurf der PR-Firma In Vivo Communications. Ein auf 3 Jahre angelegtes „medizinisches Erziehungsprogramm“ sollte demnach den Reizdarm vom Ruch der psychosomatischen Störung befreien und als „glaubhafte, häufige und richtige Krankheit“ darstellen.

3. Teil
In dem Konzept der PR-Leute ging es um das Marketing für das Medikament Alosetron (in den USA: Lotronex) des Konzerns GlaxoSmithKline in Australien. Das erklärte Ziel des Schulungs-programms: „Das Reizdarmsyndrom muss in den Köpfen der Doktoren als bedeutsamer und eigen-ständiger Krankheitszustand verankert werden.“Auch die Patienten“müssen überzeugt werden, dass das Reizdarmsyndrom eine weit verbreitete und anerkannte medizinische Störung ist“.

Um skeptische Hausärzte zu überzeugen, empfiehlt In Vivo Communications die Veröffentlichung von Artikeln in führenden Medizinzeitschriften, wobei Interviews mit den Meinungsbildnern beson-ders wichtig seien. Deren Auftritt sei „von unschätzbarem Wert“, um die Informationen „klinisch gültig“ erscheinen zu lassen.

Auch Apotheker, Krankenschwestern, Patienten und eine medizinische Vereinigung sollten mit Wer-bematerial eingedeckt werden. Ein „Programm zur Patientenunterstützung“ schließlich solle sicherstellen, dass die Herstellerfirma bei den Verbrauchern „die Dividende der Treue einstreichen kann, wenn das Medikament des Konkurrenten auf den Markt kommt“.

Die größte Phantasie beim Ersinnen neuer Krankheiten legen zweifellos die Psychiater an den Tag. Seuchenhaft breiten sich Wahn und Irrsinn in Deutschland aus, was nicht nur den Stand der Nerven-ärzte und der Psychotherapeuten in Lohn und Brot hält, sondern auch pharmazeutischen Firmen glänzende Geschäftsbilanzen beschert. Die Aufklärungsfeldzüge der Industrie zielen auf milde see-lische Beeinträchtigungen, die einen großen Personenkreis betreffen könnten. Aufmüpfigen Kindern beispielsweise wird dann ein Leiden namens „oppositionelles Trotzverhalten“ attestiert.

Auch die Aufnahme der „prämenstruellen Dysphorie“ in die Hitliste der Seelenleiden hat die Klietel der Psychiater merklich vermehrt; nun dürfen sie das angeblich weit verbreitete Frauen-leiden behandeln – gegebenenfalls mit Psychopharmaka. Für diesen Markt hat die Firma Eli Lilly ein altbekanntes Produkt recycelt. Nachdem das Patent für den Pillenbestseller Prozac abgelaufen war, vermarktet das Unternehmen dieselbe Substanz nunmehr unter dem Namen Sarafem: als Pille gegen das schwere prämenstruelle Syndrom. Die Psychiater treten auf diese Weise in Konkurrenz zu Frauenärzten – die doktern mit Hormonpräparaten am gleichen Phänomen herum.

Finanzielle Verbindungen gerade zwischen Psychiatern und Pharma-Firmen sind in Deutschland gang und gäbe. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) beispielsweise lässt sich von Unternehmen wie Astra Zeneca, Aventis Pharma Deutsch-land, Lilly, Novartis Pharma und Organon „unterstützen“.

Die von Firmen gesponserten „Presse-Infos“ weisen die Öffentlichkeit auf immer neue Psycho-Lei-den hin. So war im September 2002 zu lesen: „Depressionen, Angsterkrankungen, Süchte – so heißen die neuen Zivilisationskrankheiten.“

Das kommt manchen Nervenärzten merkwürdig vor. „Die Methoden zur Vermarktung von Informa-tionen haben sich bis zu dem Punkt entwickelt, an dem die Denkart der Ärzte und der Öffentlichkeit innerhalb weniger Jahre bedeutsam verändert werden kann“, urteilt der britische Psychiater David Healy. „Dass die Verbreitung von Störungen um das Tausendfache steigt, scheint die Ärzte und die Öffentlichkeit nicht zu überraschen.“

Viele der „neuen Leiden der Seele“, wie sie der Baseler Psychiater Asmus Finzen nennt, sind in-dessen nichts anderes als Wechselfälle des normalen Lebens. Eigenbrötelei wird aufgebauscht zur „antisozialen Persönlichkeit“. Die natürliche Trauer hat ebenfalls Eingang in die Psychiatrie gefun-den: als „Anpassungsstörung“.
Für das Heer der angeblichen Psycho-Patienten hält die Industrie eine reichhaltige Auswahl an Me-dikamenten bereit. Antidepressiva, vor allem die selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), von denen Prozac das bekannteste Beispiel ist, sind zu Modedrogen gegen Schwermut, Traurigsein und Angst geworden. Die Prozac-Kapseln (in Deutschland als Fluctin auf dem Markt) erhöhen die Menge des Serotonins im Gehirn und heben auf diese Weise die Stimmung. Serotonin ist ein wichtiger Botenstoff im Gehirn, der Gefühle wie Stolz und Selbstwertgefühl beeinflusst.
Ursprünglich für die Behandlung schwerer Depressionen gedacht, werden SSRI in den westlichen Ländern heute gegen einen bunten Strauß von Störungen verschrieben, die es vor Jahren noch gar nicht gab: generalisierte Angststörung, Panikstörung, Zwangsstörung etwa oder akute Stressstörung. Der amerikanische Verbraucherschützer Arthur Levin sagt: „Die Symptome sind so breit und vage, dass beinahe jeder sagen könnte: Mensch, das bin ja ich!“

Seitdem klar ist, dass SSRI und andere Pharmaka bestimmte Facetten des menschlichen Verhaltens verändern, werden diese Züge und Stimmungen systematisch medikalisiert. Vor allem die „Angst“ hat Begehrlichkeiten der Pillenhersteller geweckt. Anfang 2002 arbeiteten sich 27 verschiedene Substanzen durch die Entwicklungspipelines der Industrie, die allesamt als Mittel gegen Angststö-rungen vermarktet werden sollen.

Gern werden Syndrome erfunden, die sich an bereits anerkannte Krankheiten anlehnen. Im Dunst-kreis der Depression wollen Ärzte und Industrie beispielsweise einen Zustand ausgemacht haben, den sie „Dysthymie“ nennen. „Müde, niedergeschlagen, voller Selbstzweifel – wer hat nicht manch-mal Phasen, in denen die ganze Welt grau in grau erscheint?“, fragt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde und behauptet: Für bis zu 3,3 Millionen Deutsche sei die eingetrübte Gefühlswelt ein Dauerzustand und werde „viel zu selten als Krankheitsbild er-kannt und entsprechend behandelt“. Der Volksmund ruft den Dysthymie-Patienten bei seinem ange-stammten Namen: Miesepeter.

„Manche Psychiater treiben ihre Diagnosen in der Tat so weit, dass am Ende wir alle etwas haben“, sagt Psychiater Finzen, der die Angaben zur Verbreitung der seelischen Krankheiten aus dem Ka-talog DSM-IV einmal addiert hat: Demnach leiden zu jedem beliebigen Zeitpunkt 58 Prozent der Bevölkerung an irgendeiner Form von Persönlichkeitsstörung – es ist also normal, psychisch krank zu sein.

Kaum besser ist es um den Körper bestellt. Beim Cholesterin etwa hat man vor einigen Jahren in Deutschland die Grenzwerte so definiert, dass Menschen mit „normalen“ Werten in der Minderheit sind, jene mit „unnormalen“ Werten dagegen die Mehrheit stellen.

Wie kann das sein? Eine umfassende Studie an 100 000 Menschen in Bayern hat einen Durch-schnittswert von 260 Milligramm pro Deziliter Blut ergeben. Die Nationale Cholesterin-Initiative, ein privater Interessenverbund von 13 Medizinprofessoren, schlug im Jahr 1990 dennoch einen Grenzwert von nur 200 vor und konnte ihn tatsächlich durchsetzen.

Die Mediziner der Cholesterin-Initiative repräsentierten Lobbyverbände, darunter die industrienahe Deutsche Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdrucks und die Lipid-Liga sowie die Deutsche Ge-sellschaft für Laboratoriumsmedizin. In einem „Strategie-Papier“ forderten sie eine aggressive Ausweitung der Diagnose: „Jeder Arzt sollte den Cholesterinwert seines Patienten kennen.“
Durch das Dekret finanziell interessierter Mediziner wurde die Mehrheit der Deutschen zu Risiko-patienten erklärt. In der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen haben dem willkürlichen Grenzwert zufolge 68 Prozent der Männer und 56 Prozent der Frauen einen erhöhten Cholesterinwert. Bei den 50- bis 59-Jährigen sind gar 84 Prozent der Männer und 93 Prozent der Frauen betroffen.
Die Beschäftigung mit dem Cholesterinwert ist heute ein weit verbreiteter Zeitvertreib, an dem Ärz-te und Firmen Beträge in Milliardenhöhe verdienen. Der Bundesverband Niedergelassener Kardio-logen, die Firma Unilever (Margarine „Becel“), der Pharma-Konzern Pfizer und das Unternehmen Roche Diagnostics betreiben regelmäßig „Gesundheitsinitiativen“ mit dem Ziel, Menschen dazu zu bringen, ihren Cholesterinwert testen zu lassen.

4. Teil
In einer Broschüre, die in Apotheken ausliegt, heißt es: „Ab dem 30. Lebensjahr sollte jeder seinen Cholesterinspiegel kennen und alle zwei Jahre kontrollieren lassen.“ Ein erhöhter Cholesterinspie-gel sei „einer der wichtigsten Risikofaktoren“ für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die „Neue Apothe-ken Illustrierte“ bezeichnet Cholesterin als „Zeitbombe für die Gesundheit“.
Dabei ist die wachsartige Substanz ein lebenswichtiger Bestandteil des Körpers und wird beispiels-weise vom Gehirn in großen Mengen benötigt: Das Denkorgan enthält besonders viel Cholesterin. Die meisten Körperzellen können es selbst herstellen, wenn es in der Nahrung fehlt.

Zum Glück – denn ohne das so verteufelte Molekül würden die Zellen zu Grunde gehen.
Und doch denken viele Menschen voller Furcht an den frühen Herztod, sobald sie das Wort Chole-sterin nur hören. Es vergällt vielen das Frühstücksei und die Butter auf dem Brötchen und lässt sie nur noch mit Unbehagen in die Wurst beißen.

Getrieben vom schlechten Gewissen, ließen allein im Jahr 2001 mehr als eine Million Bundesbürger im Rahmen der „Gesundheitsinitiative“ ihren Cholesterinspiegel messen. Wie nicht anders zu er-warten, lagen mehr als die Hälfte der Getesteten über dem willkürlich festgelegten Grenzwert von 200 – sehr erfreulich für die beteiligten Ärzte und Firmen: Roche Diagnostics stellt Geräte zum Cholesterinmessen her; die Kardiologen bekommen neue Patienten, denen sie den Verzehr von But-ter ausreden – was wiederum der Margarinemarke Becel hilft; Pfizer schließlich setzt weltweit Mil-liarden Euro mit Medikamenten um, die den Cholesterinspiegel senken.

Der in den volkserzieherischen Großprogrammen erweckte Eindruck, die Cholesterintheorie sei eine gesicherte Erkenntnis der Medizin, täuscht. Viele Ärzte haben erheblichen Zweifel daran, ob das Cholesterin tatsächlich die Schurkenrolle spielt, die ihm im Drama Herzinfarkt zugewiesen wird.

Schon als 1990 in Deutschland der zweifelhafte Grenzwert von 200 ausgerufen wurde, gingen Ex-perten wie der Kardiologe Harald Klepzig von der Deutschen Herzstiftung in Frankfurt am Main auf Distanz. Inmitten der Cholesterinhysterie sagte er: „Wir wären glücklich, wenn eine einzige me-dizinische, kontrollierte Studie vorgelegt werden könnte, die zeigen würde, dass Menschenleben durch die Senkung von Cholesterin gerettet werden. Es fällt dagegen nicht schwer, zehn Studien herauszusuchen, die zeigen, dass eine Senkung des Fettes eher sogar mit einer höheren Sterblichkeit einhergeht.“

Und Paul Rosch, Präsident des American Institute of Stress und Medizinprofessor am New York Medical College, kommentiert: „Die Gehirnwäsche der Öffentlichkeit hat so gut funktioniert, dass viele Leute glauben, je niedriger ihr Cholesterinwert sei, desto gesünder seien sie oder desto länger würden sie leben. Nichts ist weniger wahr als das.“

Tatsächlich stützt sich die Behauptung vom bösen Cholesterin keineswegs auf Beweise, sondern nur auf Indizien – und von denen halten viele einer Überprüfung nicht stand. So veröffentlichte der For-scher Ancel Keys von der University of Minnesota im Jahr 1953 einen Artikel, der zum Grün-dungsmythos der Cholesterintheorie werden sollte. In seinem Aufsatz zeigte er ein Diagramm, das eine klare Beziehung zwischen dem Verzehr von Fett und der Sterblichkeit durch koronare Herz-krankheiten in sechs Ländern suggeriert.

„Die Kurve lässt kaum einen Zweifel am Zusammenhang zwischen dem Fettgehalt der Nahrung und dem Risiko, an koronarer Herzkrankheit zu sterben“, kommentierte damals die Medizinzeit-schrift „Lancet“.

So beeindruckend die Kurve verläuft – sie hat einen gewaltigen Schönheitsfehler: Keys hatte nur Daten aus 6 Ländern berücksichtigt – obwohl Zahlen aus insgesamt 22 Staaten vorlagen.

Wenn Keys „alle Länder einbezogen hätte, wäre nichts aus der schönen Kurve geworden“, sagt der Arzt Uffe Ravnskov aus dem schwedischen Lund. „Die Sterblichkeit durch die koronare Herzkrank-heit war in den USA beispielsweise dreimal höher als in Norwegen, obwohl in beiden Ländern ann-ähernd gleich viel Fett verzehrt wurde.“

Kritiker wie Ravnskov verneinen keinesfalls, dass ein Zusammenhang zwischen Blutfetten und Ko-ronarerkrankungen besteht. So leiden etwa 0,2 Prozent der Bevölkerung an familiärer Hyper-cho-lesterinämie: Menschen mit dieser Erbkrankheit haben zu wenige intakte oder gänzlich defekte Cholesterinrezeptoren.

Das Cholesterin kann deshalb kaum vom Blut in die Körperzellen transpor-tiert werden, so dass der Cholesterinspiegel steigt. Die Werte liegen bei 350 bis 1000 Milligramm pro Deziliter. Die Betrof-fenen haben ein extrem hohes Risiko, früher als andere an Herzinfarkt zu sterben, weil sie häufig an einer schweren Form der Arteriosklerose erkranken.

Allerdings ist fraglich, ob dieses Leiden mit der echten Arteriosklerose vergleichbar ist. Autopsie-studien an Menschen, die an familiärer Hypercholesterinämie litten, haben gezeigt, dass sich das Cholesterin nicht nur in den Gefäßen ablagert, sondern überall im Körper. „Viele Organe sind regel-recht von Cholesterin durchdrungen“, sagt Ravnskov. Deshalb ist es ein Irrtum, den Zusammenhang zwischen Cholesterin und Arteriosklerose auf Menschen mit normalem Cholesterinspiegel zu über-tragen.

Wenn der Arzt alte „Risikopatienten“ dazu drängt, auf cholesterinarme Lebensmittel umzustellen, so kann das für die Greise sogar gefährlich werden. Die Ernährung von Betagten sei „ohnehin schon durch Zahnprothesen, Verstopfung, Appetitmangel und Unverträglichkeit vieler Speisen beeinträch-tigt“, warnt der amerikanische Arzt Bernard Lown.

Der Herzspezialist und Buchautor hat selbst erlebt, wie eine hochbetagte Frau plötzlich abmagerte und verfiel, weil sie versuchte, ihren Cholesterin- und auch Blutzuckerspiegel zu senken.

Lown setzte dem bedrohlichen Unfug ein Ende: „Ich empfahl ihr, alle diese ärztlichen Ratschläge zu ignorieren und zu essen, was immer ihr Spaß machte. Innerhalb von sechs Monaten gewann sie ihr ursprüngliches Gewicht und auch ihre vitale und positive Stimmung wieder zurück.“

Die Diagnose sei eine der häufigsten Krankheiten, spottete schon der Wiener Satiriker Karl Kraus. Die Cholesterindebatte gibt ihm Recht – oder auch das Beispiel der Osteoporose: Einst wurde von einer solchen nur dann gesprochen, wenn das altersbedingte Schwinden der Knochenmasse tatsäch-lich zu einer Fraktur geführt hatte. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurde die Diagnose „Oberschenkelhalsbruch“ im Jahr 1995 in Deutschland in insgesamt 74 803 Fällen bei Menschen über 74 Jahren gestellt. Das entspricht in dieser Altersgruppe einem relativen Anteil von 1,2 Pro-zent.

Diese Zahl, die in anderen Industriestaaten vergleichbar sein dürfte, reicht für das Etikett Volks-krankheit nicht aus – deshalb musste die Osteoporose völlig neu erfunden werden.

Die Rorer Foundation sowie die Firmen Sandoz Pharmaceuticals und SmithKline Beecham sponserten 1993 ein Treffen einer Kommission der Weltgesundheitsorganisation (WHO), auf der genau dieser Schritt vollzogen wurde. Bereits „der allmähliche Abbau der Knochenmasse im Alter“, so die heute gängige Definition, sei als Osteoporose anzusehen.

Seither hat die Pharma-Industrie die Möglichkeit, so ein deutscher Arzt, „die Hälfte der Be-völkerung ab 40 Jahren bis ins hohe Alter mit Medikamenten zu versorgen“.

Um das neu definierte Leiden überhaupt diagnostizieren zu können, bedarf es einer trickreichen Messung der Knochendichte, bei der sich die Ärzte zu Nutze machen, dass ein Knochen umso mehr Röntgenstrahlen abschwächt, je dichter er ist. Die Ergebnisse werden vom Computer ausgewertet und sodann mit der Knochendichte eines 30 Jahre alten gesunden Menschen verglichen.
Das Verfahren stellt bei beinahe jedem älteren Menschen eine verringerte Knochendichte fest – eben weil der Knochenschwund genauso Folge des Alterns ist wie etwa faltige Haut.

Um trotzdem von einem pathologischen Vorgang sprechen zu können, musste die WHO willkür-liche Grenzwerte festsetzen. Eine Osteoporose liegt demnach vor, wenn die Knochenmasse unge-fähr 20 bis 35 Prozent unterhalb des Normwertes liegt – oder mehr als 2,5 Standardabweichungen unter der Norm. Auf Geheiß der WHO sind im Jahre 1993 ganze Bevölkerungsschichten plötzlich erkrankt: 31 Prozent der Frauen zwischen 70 und 79 Jahren leiden einer schwedischen Studie zu-folge seither an Osteoporose; von den Frauen über 80 gelten nun 36 Prozent als knochenkrank – selbst wenn sie sich in ihrem langen Leben noch nie etwas gebrochen haben.

Pharmazeutischen Unternehmen beschert die WHO-Definition Milliardenumsätze. Eine Studie aus den USA ergab: Jede zweite Frau über 45 Jahre, bei der die Knochendichtemessung eine Osteopo-rose anzeigt, lässt sich binnen eines halben Jahres mit einschlägigen Präparaten behandeln.

Eine wissenschaftliche Begründung für ihre Entscheidung blieben die WHO-Experten schuldig.
Als der deutsche Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen bei der WHO vor drei Jah-ren nachfragte, auf welchen Studienergebnissen der Beschluss fußt, wollte oder konnte der zu-ständige Mitarbeiter keine Quellen benennen.

Das ist kein Wunder: Der Nutzen der Knochendichtemessung für beschwerdefreie Patientinnen ist nicht belegt. Zu diesem Schluss kamen – unabhängig voneinander – deutsche, amerikanische und schwedische Studien.

Die Experten des Büros für Technikfolgenabschätzung der University of British Columbia im ka-nadischen Vancouver haben einen 174 Seiten umfassenden Bericht zu der Frage vorgelegt, ob das Diagnostizieren überhaupt etwas bringt. Ihr Fazit ist eindeutig: Die wissenschaftliche Beweislage spreche „nicht dafür, dass das Messen der Knochendichte bei gesunden Frauen in oder nahe der Me-nopause geeignet ist, um Knochenbrüche in der Zukunft vorherzusagen“.

Die Knochendichtemessung an beschwerdefreien Menschen wurde in Deutsch-land vor kurzem aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherer gestrichen.
Den Elan der Ärzte hat das nicht gebremst: Nunmehr hoffen sie, dass die älteren Menschen selbst für die nutzlose Diagnose blechen. Dazu verkaufen sie die Knochendichtemessung als „individuelle Gesundheitsleistung“ (IGeL), die der Patient aus eigener Tasche bezahlen soll.
„Wer in der Praxis IGeLn will, braucht ein bisschen Gespür für die ‚Kaufbereitschaft‘ und die rich-tige Situation“, rät die medizinische Fachzeitschrift „MMW“ ihren ärztlichen Lesern. Oft ergebe sich die Gelegenheit aus dem Gespräch: „Die Dame in den Wechseljahren mit ihren Osteoporose-Sorgen wird wahrscheinlich dankbar sein für den Hinweis ihres Arztes auf die Osteoporose-Diag-nostik und -vorbeugung in der Praxis.“
Die Medikalisierung des Lebens hält das britische Nuffield Council on Bioethics, ein elitärer Zirkel von 15 Philosophen, Ärzten und Wissenschaftlern, für einen neuen Megatrend. Der weltweit geach-tete Think- Tank warnte voriges Jahr: „Eines der Probleme liegt in der diagnostischen Ausbreitung oder der Tendenz, dass Störungen so breit definiert werden, dass mehr und mehr Individuen im Netz der Diagnose gefangen werden.“

Nicht nur die Gesetze des Markts fördern die Ausweitung der Medizin. Sie vollzieht sich auch des-halb so rasch, weil der Heilkunde seit Jahrzehnten kein Durchbruch gelungen ist.
Wo aber Therapien gegen Geißeln wie Krebs fehlschlagen, wo lukrative Pharma-Patente ablaufen, wo wütende Forschungsanstrengungen (jeden Tag erscheinen etwa 5500 medizinische Artikel) kei-ne Durchbrüche bringen, da wenden sich Mediziner und Pharma-Forscher den Gesunden zu.
Der im vorigen Jahr verstorbene Medizinhistoriker Roy Porter hielt die Medikalisierung des Lebens für ein strukturelles Problem der westlichen Gesundheitssysteme und Gesellschaften, weil in ihnen die bestmögliche medizinische Versorgung als Grundrecht gilt. Es entstehe „ein gewaltiger Druck – erzeugt von Medizinern, dem Geschäft mit der Medizin, Medien, aggressiv werbenden pharma-zeutischen Unternehmen und pflichtbewussten (oder anfälligen) Einzelpersonen -, die Diagnose behandelbarer Krankheiten auszuweiten“.

Wie eine außer Kurs geratene Rakete schraubten sich Ängste und Eingriffe immer höher. Ärzte und Konsumenten erlägen zunehmend der Vorstellung, „dass jeder irgendetwas hat, dass jeder und alles behandelt werden kann“.

Da hilft alles Leugnen nicht. Denn selbst wer sich der ausufernden Gesundheitsindustrie verwei-gert, offenbart damit nur, dass er ein Fall für sie ist:
Etwa drei Prozent der Bundesbürger, so hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychothera-pie und Nervenheilkunde entdeckt, gehen nur deshalb nicht zum Doktor, weil sie krank sind: Sie leiden unter der „Blut-, Verletzungs-, Arzt- oder Zahnarztphobie“.
JÖRG BLECH

KOMMENTAR Taschenspielertricks der Krankheitenerfinder

Da ist SpOn mal wieder auf einen Taschenspielertrick der Krankheitenerfinder aus der Pharmain-dustrie reingefallen, die möglichst jeden Einwohner zu einem chronisch Kranken und lebenslangen Medikamentenschlucker machen möchten, der ordentlich Geld in die Kassen spült.

„Unheilbare“ Krankheiten zu erfinden, ist natürlich am besten: Damit kann man den Patienten le-benslang teuer behandeln, ohne dass er von der Behandlung gesund werden muss. Besser geht’s ja gar nicht!

Da die Krankheit COPD erst vor 10 Jahren erfunden wurde und in Deutschland wohl sogar erst seit 5 Jahren bei Patienten diagnostiziert wird, seit es eine Versorgungsleitlinie der kassenärztlichen Ver-einigung zur Abrechnung von Behandlungen dieser Krankheit gibt (früher „Raucherlunge“, „Staub-lunge“, „Lungenunterfunktion“ etc.), schnellen natürlich die Fallzahlen in kürzester Zeit nach oben. Wenn die chronischen Raucherlungen von 2001 (so die Patienten noch leben) im Jahr 2011 nun al-lesamt COPD sind, beruht eine hohe Anzahl an erstmaligen Diagnosen alleine auf umbenannten Krankheiten.

Und wenn man nun hochrechnet, wie viele Erstdiagnosen COPD der letzten fünf Jahre, die in Wirk-lichkeit auch Alterkrankungen mit früher anderer Krankheitsbezeichnung waren, auf ein ganzes Le-bensalter eines Menschen hochgerechnet zusammenkommen, kommt man natürlich auf wahnsinnig hohe Zahlen. Taschenspielertricks, nichts weiter.

Es gibt was mit den Krankenkassen abzurechnen, also werden neue Kranke gesucht, notfalls mit Hilfe der Medien. Wie viele der SpOn-Leser sich wohl gleich am Montag zum Lungenfacharzt überweisen lassen, um sich mal durchchecken zu lassen? Es könnte ja was dran sein…

BTW, das Thema „Erfundene Krankheiten“ war vor acht Jahren sogar mal Titelthema des gedruck-ten Spiegel:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-28210036.html

Und es kommen jedes Jahr diverse neu erfundene Krankheiten dazu und das Gesundheitssy-stem wird teurer und teurer.

http://www.presseanzeiger.de/pm/Deutschland-am-Gaengelband-der-Pharmaindustrie-WHO-der-Korruption-314555
Deutschland am Gängelband der Pharmaindustrie – WHO der Korruption verdächtigt Berlin/Poznan. Plötzlich ist die Schweinegrippe, die monatelang die Schlagzeilen beherrschte, von der medialen Bildfläche verschwunden.

Wie die Vogelgrippe vor kurzem in China ist die in einem mexikanischen Dorf aus der Taufe geho-bene Volkskrankheit und zum Schreckgespenst erklärte weltumspannende Seuche in der Bedeu-tungslosigkeit versunken. Leicht erklärlich, so teilt Peter Frühwald, einer der drei Bundesvorsitzen-den der Allianz für Bürgerrechte (Allianzpartei), am Mittwoch in Berlin mit.

Die Pharmaindustrie habe nämlich inzwischen die raffiniert über die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die in den jeweiligen Staaten global eingefädelten und mit großen Medienkampagnen begleiteten Verträge über Impfstoffe längst abgeschlossen und die Profite inzwischen zum größten Teil eingefahren.

Die Restgewinne werden bis 2012 garantiert, zumindest in Deutschland. Denn die Bundesregierung und vor allem die Regierungen der 16 Bundesländer haben sich vor den Pharmakonzernen beson-ders tief verneigt und ihnen sehr großzügig aus Steuermitteln die Gelder zugeschoben. Sie sichert das zu, ob die Impfstoffe gebraucht werden oder nicht. Tatsächlich besteht kaum Bedarf. Nur rund ein Zehntel der Deutschen hat sich impfen lassen. Die bundesdeutschen Landesregierungen bleiben auf den ohnehin sehr umstrittenen Pharmaka sitzen und versuchen sie nunmehr ihrerseits andernorts abzustoßen. Die Österreicher waren schlauer. Sie bezahlen nur die Impfstoffe, die tatsächlich ver-wendet werden.

Wie die polnische Zeitung und Internet-Agentur „Polskaweb News“ bereits vor einiger Zeit mitteil-te und gestern erneut bekräftigte, erhärtet sich der Verdacht der Korruption bei der WHO.

Als Schlüsselfigur gelte Prof. Albert Osterhaus. Der auch „Mr. Flu“ genannte Niederländer sei „Er-finder“ der Vogel- und der Schweinegrippe, habe diese der WHO als globale pandemische Gefahren untergejubelt und damit den Pharmariesen gigantische Profite zu Lasten der Steuerzahler zuge-schanzt.

Kein Wunder, denn die WHO beziehe für den Eigenbetrieb wesentlich mehr Finanzmittel aus priva-ten Arzneimittel-Konzernen als von den Regierungen der Welt.

Nach Ansicht des Abgeordneten der russischen Duma und Vorsitzenden des Gesundheitsausschus-ses, Igor Barinow, ist die WHO selbst bereits mit korrupten Subjekten infiziert.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, werde Russland aus der WHO austreten. Sein Land habe auf-grund der Schweinegrippe-Hysterie bereits vier Milliarden Rubel ausgegeben.
Neben Russland und Polen wird inzwischen auch in Dänemark und in den Niederlanden nach den Verantwortlichen einer denkbaren gigantischen Verschwörung recherchiert.

Der Rechercheur und Journalist Gerhard Wisnewski sagt, die WHO plant mit dem Phantom „Schweinegrippe“ Menschenversuche in großem Stil. Unter dem Vorwand, eine Pandemie zu be-kämpfen, empfehle sie den Einsatz von nicht ausreichend getesteten Impfstoffen mit anschließender „Auswertung der Ergebnisse“. An der Schweinegrippe selbst sterbe kaum jemand. Er nennt die Zahl von weltweit 429 Toten bei 6, 75 Milliarden Erdenbewohnern. ++

http://www.presseanzeiger.de/pa/Buchtipp-Wie-sich-Kooperationen-im-Gesundheitswesen-rechtssicher-550909

Gesundheit & Medizin

Buchtipp: Wie sich Kooperationen im Gesundheitswesen rechtssicher gestalten lassen

Welche grundlegenden Prinzipien zu beachten sind, damit die Zusammenarbeit zwischen Pharmaindustrie und Fachkreisen rechtskonform erfolgt, erläutern Kerstin Brixius, Alexander Maur und Rainer Ott in ihrem neuen Praxishand-buch, jüngst erschienen in der Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft.

Für die Kooperation zwischen Pharmaindustrie, medizinischen Einrichtungen und deren Personal sprechen sowohl forschungs- als auch gesundheitspolitische Aspekte. Wie sich trotz zahlreicher juristischer Beschränkungen eine wechselseitig nutzbringende Zusammenarbeit zwischen der pharmazeutischen Industrie und den Leistungserbringern im Gesundheitswesen gestalten lässt, verdeutlicht eine aktuelle Publikation der Wissenschaftlichen Verlagsgesell-schaft: Die Zusammenarbeit zwischen Pharmaindustrie und Fachkreisen in der Praxis. Ein Praxishandbuch. Wissen, das sich auszahlt
Die Autoren, die Rechtsanwälte Dr. Kerstin Brixius und Alexander Maur, beide Partner einer auf das Medizinrecht spezialisierten Kanzlei, sowie Rainer Ott, Pharmamanager und Berater, vermitteln einen kompakten Überblick über Kooperationsmöglichkeiten und deren rechtliche Beurteilung.
Das sehr fundierte Handbuch erläutert die gesetzlichen Vorgaben einschließlich standes- und be-rufsrechtlicher Normen sowie die Regelwerke der freiwilligen Selbstkontrolle. Praktiker erfahren, wie sie kodexkonform Kooperationen initiieren und dies – auch unter Berücksichtigung steuerlicher Aspekte – jederzeit rechtssicher realisieren können. Kurzum, ein gleichermaßen informatives wie nützliches Handbuch für Pharmamanager, die Projekte mit medizinischen Einrichtungen verant-worten.

Brixius, Kerstin / Maur, Alexander / Ott, Rainer

Die Zusammenarbeit zwischen Pharmaindustrie und Fachkreisen in der Praxis. Ein Praxishandbuch.

Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 2011, 159 S., gebunden
ISBN 978-3-8047-2896-7 / 58.00 EUR (D), 59.70 EUR (A), 87.00 CHF

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12.01.2007
http://www.taz.de/1/archiv/?id=archivseite&dig=2007/01/12/a0259
„Ich habe Menschen bestochen“ John Rengen hat über dreißig Jahre für die „Globalplayer“ in der Pharmabran-che gearbeitet. Jetzt packt er aus und gibt einen Einblick in die schmutzige Trickkiste der Pharmaindustrie. Korruption, Bestechung und das Verschwin-denlassen von unerwünschten Studienergebnissen gehören zum Geschäft.

INTERVIEW ELKE BRÜSER
taz: Haben Sie früher auch schlecht geträumt?
John Rengen: Nein. Ich habe gut gelebt.
Woher kommen jetzt die Albträume?
Ich war über dreißig Jahre korrupt, habe Menschen bestochen und die Manipulation von Daten gedeckt.
Da sind Sie nicht der Einzige.
Klar. Aber es geht hier um kranke Menschen beziehungsweise um Menschen, die durch diese Präparate erst richtig krank werden oder sich umbringen oder andere gefährden.
Wie meinen Sie das?
Es ist kein Geheimnis, dass Arzneimittelstudien, die schlecht ausgehen, oft nicht veröffentlich werden. Sie werden auch nicht den Behörden vorgelegt, die etwa über die Zulassung eines Medikaments entscheiden. Sie verschwinden einfach in den Schubladen der Firmen.
Fluoxetin kann nicht nur Angst, Nervosität und Schlaflosigkeit herbeiführen, es besteht auch das Risiko von aggressivem Verhalten und konkreten Suizidgedanken, weil depressive Patienten durch den selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer aktiviert werden. Wussten Sie das schon damals?
Ja, solche negative Effekte waren bekannt.
Und die alarmierenden Daten wurden unterdrückt?
Ja. Sie wurden jedenfalls nicht weiter verfolgt, um die Zulassung nicht zu gefährden.
Kürzlich hat der medizinische Informationsdienst „arznei-telegramm“ geschrieben, dass eine Pharmafirma acht Studien auf den Weg bringen muss, damit sie zwei positive erhält. Die braucht sie, um die Zulassungsbehörden vom Nutzen ihres neuen Mittels zu überzeugen. Stimmt das?
Im Prinzip ja. Nur dass jedes Land sein eigenes Süppchen kocht. Auch innerhalb der EU werden in den einzelnen Staaten unterschiedliche Kriterien angelegt – trotz einer europäischen Arzneimittelbehörde. Und dennoch schielt die eine Zulassungsbehörde auf die andere.
Was heißt das?
Ich war in Schweden acht Jahre lang Geschäftsführer von Eli Lilly und sollte dafür sorgen, dass Fluoxetin dort auf den Markt kommt. Das war wichtig für die Firma, denn damals war das Mittel nur in Belgien zugelassen. Schweden ist schon wegen des Nobelpreises ein renommiertes Land und die Psychiatrie genoss hohes Ansehen. In Deutschland hatte die zuständige Behörde, damals das Bundesgesundheitsamt, Einwände gegen die Zulassung von Fluoxetin. Gar nicht gut für die Firma.
Was war Ihr Job?
Ich kümmerte mich darum, dass es positiv ausgehende Studien gab. In Schweden reichte es nicht, dass irgendwo auf der Welt solche Studien gemacht worden waren, das nationale Zulassungsprozedere verlangte auch lokale Studien. Welche aus Schweden.
Und was lässt Sie heute schlecht schlafen?
Die Methoden, die ich anwandte. Sie waren damals jedenfalls in Schweden neu. Es war schlicht Bestechung. Ich schloss so etwas wie Freundschaft mit sogenannten Meinungsbildnern oder solchen, die es werden wollten. Und ich brachte sie dazu, Nebenwirkungen in ihren Beiträgen zu unterdrücken und ein positives Votum abzugeben.
Ein leichter Job?
Nicht unbedingt. Aber ich habe Pharmakologie und Medizin studiert. War in jungen Jahren Popsänger und meine Lehrjahre bei Lilly hatten mich zum Genießer gemacht. Ich habe die Fachleute, die wir brauchten, geprofiled: Hobbys, Kinder, Vorlieben der Frau. Das ließ sich alles bedienen. Ich arrangierte Gourmetessen in Nobelrestaurants, am Nebentisch die schwedische Königin, exquisite Weinproben, Symposien in den Tropen. Schweden mögen das. Der Winter ist lang und dunkel. Ich fand die richtigen Jazzkeller, sang auch mal selbst und bezahlte die Prostituierten.
Floss auch Geld?
Ja, auch. Aber in Schweden war die Vermögenssteuer extrem hoch. Da muss man sich auch andere Sachen einfallen lassen. Eine Studie mit guten Resultaten, die hat uns damals etwa 10.000 Dollar gekostet. Das war vor mehr als zwanzig Jahren eine Menge Geld. Und eigentlich nur das Taschengeld, denn der Herr Professor bekam von Lilly auch noch die Zusage für eine Langzeitstudie. Das bringt Geld in die Klinik und nützt dem Renommee.
Kennen Sie das Ergebnis der Studie?
Nein, ich gehe davon aus, dass es keine gibt.
Wurde Fluoxetin in Schweden zugelassen?
Nie.
Dann waren Sie also erfolglos?
Nein, denn ich habe für einen guten Preis gesorgt. Der war dann maßgeblich für andere Länder. Das läuft in Schweden nämlich so: Bereits vor der endgültigen Zulassung verhandelt die Pharmafirma mit der Wirtschaftsbehörde über den zukünftigen Preis des Präparats. Mit 1,20 US-Dollar pro Tagesdosis von 20 Milligramm in der Achtzigerjahren, fiel der ansehnlich aus. Eine gute Verhandlungsbasis für den Konzern auf dem Weltmarkt.
Es hat aber lange gedauert, bis sich Ihr schlechtes Gewissen gemeldet hat.
Leider, sage ich heute. Allerdings habe ich schon früher einiges versucht.
Oder wollen Sie sich rächen, weil Lilly Sie gefeuert hat. Ohne Anerkennung Ihrer Dienste, ohne Rentenansprüche?
Nein, das ist nicht der Grund, obwohl sie mich gelinkt haben. Ich wurde nach Puerto Rico befördert und einen Monat später fristlos entlassen. Das hätte man in Schweden nicht so machen können. Es hätte die Firma sehr viel Geld gekostet.
Warum prangern Sie erst jetzt die Pharmaindustrie an. Sie wussten doch schon früher, dass Gesetze umgangen und gebrochen werden. Auf Kosten von Patienten.
Ich steckte mein halbes Leben in diesem Betrieb. Ich habe auch für Novo Nordisk gearbeitet und von Florida aus europäische Arzneimittelfirmen vertreten. Ich war skrupellos und egozentrisch. Es ging mir nur um meinen Erfolg.
Und jetzt packen Sie aus.
Ich habe angefangen.
Warum?
Mein kleiner Sohn. Ich sehe ihn aufwachsen und sehe die Welt mit anderen Augen.
Also späte Reue? Durch die Unschuld eines Kindes? Oder eine Beichte am Lebensende? Sie haben einen Herzschrittmacher, haben Diabetes und Ihr Sohn könnte Ihr Enkel sein.
Wissen Sie, mir geht es nicht mehr um die Vergangenheit. Ich bin auch kein Nestbeschmutzer. Mir geht es um die Gegenwart und die Zukunft.
Wie das?
Kürzlich stieß ich auf diese Werbung von Lilly in Eltern. Lilly vermarktet auch ein sogenanntes ADHS-Medikament. Gedacht für Kinder, die überaktiv sind und extrem unaufmerksam. Aber so wie Lilly die Anzeigen macht, da werden Eltern erst auf die Idee gebracht, dass ihr Kind – zappelig in der Schule, nicht so erfolgreich wie erwartet, mit den Gedanken oft woanders – ADHS hat. Eli Lilly rückt mit einer Art Fragebogen Verhaltensauffälligkeiten in die Nähe einer Krankheit, für die die Firma eine Pille hat – eine Krankheit, die ich übrigens für eine Erfindung halte. Direkt werben darf sie in Deutschland nicht für ihr Präparat. Das ist hier zum Glück verboten, da das Mittel verschreibungspflichtig ist.
Worauf wollen Sie hinaus?
Da ich weiß, wie Studien zu Psychopharmaka zustande kommen, kann ich nur sagen Vorsicht. Geht mit euren Kindern Fußball spielen oder Schlittschuh laufen, lasst den Fernseher aus und macht bitte nicht den Taxifahrer für sie. Etwa morgens direkt vor der Schule absetzen.
Gibt es Studien, die zeigen, dass sogenannte ADHS-Kinder dann besser klar kommen?
Schön wär’s. Aber wer soll die bezahlen? Pharmafirmen?
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claudia-grether-spricht-uber-betreuung-psychiatrie-und-korruption

von Igelin @ 2012-07-24 – 16:09:38

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Geschädigte Bürger sprechen über Terror, Rechtsbeugung und Korruption in Deutschland.

von Igelin @ 2012-07-24 – 16:04:00

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Geschädigte Bürger sprechen über Terror, Rechtsbeugung und Korruption in Deutschland.
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Oranspende-Skandal nicht um Spender

von Igelin @ 2012-07-22 – 09:02:51

hier wäre wohl eine weit intensivere Kontrolle nötig – denn ob der Befund: „Gehirntot“ auch tatsächlich zutrifft – bleibt spekulativ.
Ausgelöst wurde diese Diskussion weil ein Russe als Empfänger vorgesehen war – Neid !
Wären Politiker oder Reiche Leute die Empfänger gewesen würde sich kein Deutscher regen.
Letztendlich wird da gar nichts anderes passieren als dass Empfänger keine Langzeitarbeits-stellen-lose sein werden, keine behinderte Menschen und keine Russen.
Diese Verlogenheit kotzt mich an.

Yahoo-Nachricht – bitte nicht danach richten, sondern selbst denken !

„Berlin (dapd). Nach dem Organspende-Skandal in Göttingen mehren sich die Forderungen nach einer strengeren Kontrolle der Patientenakten. Unter den Ärzten ist aber umstritten, ob etwa ein strenges Vier-Augen-Prinzip gezielte Fälschungen verhindern oder aufdecken kann. Der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn forderte die Kammern und die Deutsche Stiftung Organspende (DSO) auf, den Skandal konsequent aufzuklären und die Verantwortlichen zu bestrafen. „Da müssen dann halt auch mal Approbationen entzogen werden“, sagte Spahn. . . “

Hier ein Skandal von medizinisch herbeigeführten Organ-Spender aus Kopp-online. Wenn Sie lebensmüde sind – lassen Sie sich einfach in ein Krankenhaus einweisen. Endweder Sie werden benutzt als Versuchskaninchen – um chemischen Gifte klinisch zu testen oder sie enden als Organspender – wer will nachher schon den Nachweis erbringen, wie es tatsächlich war . . .
Organspende: Vorsicht, Mord!

Gerhard Wisnewski

Ein Organspendeskandal erschüttert die Republik: Ärzte sollen Organ-Empfänger auf den Wartelisten nach oben manipuliert haben. Dabei ist das nur die Empfängerseite. Noch viel skandalöser geht es auf der Spenderseite zu: Die Tests zur Feststellung des »Hirntodes« können ihn selber herbeiführen. Reden wir hier von Mord?

Diesen Tag wird Renate Greinert wohl nie vergessen: Nach einem schweren Verkehrsunfall wird ihr Sohn Christian in eine Klinik geflogen. Während sie glaubt, dass ihrem Sohn geholfen wird, gelten die ärztlichen Bemühungen bereits anderen: »Man versuchte, sein Leben zu erhalten, um mit seinen lebenden Organen andere Menschenleben zu retten. Die Untersuchungen und Medikamente
galten nicht ihm, sondern den anderen.« Man hinderte ihren Sohn zunächst am Sterben, »da nur die Übertragung von lebenden Organen den erhofften Erfolg für andere bringt«.

Der konstruierte »Hirntod«

Voraussetzung für die Organentnahme ist die rechtliche Konstruktion des »Hirntodes«. Diese Konstruktion soll das Paradoxon auflösen, das darin besteht, dass man einerseits einem lebenden Menschen natürlich keine Organe entnehmen darf, die Organe eines Toten aber in der Regel wertlos sind. Also erfand man den Hirntod, bei dem der Mensch angeblich irreversibel geschädigt, aber noch am Leben ist. Nach dem Motto: »So tot wie nötig, so lebendig wie möglich« (Professor Franco Rest). Der Schlüssel zur Feststellung des Hirntodes ist die Hirntoddiagnostik. Die wichtigsten Voraussetzungen sind zwei klinische Untersuchungen, zwischen denen mindestens zwölf Stunden liegen müssen. Unglaublich, aber wahr: Dazu gehören Tests, die den Patienten umbringen können. »Bei meinem Sohn wurde dreimal die klinische Hirntoddiagnostik vorgenommen«, berichtet Renate Focke, deren Sohn 1997 einen schweren Verkehrsunfall hatte. »Zu einer klinischen Untersuchung gehören Reize mit Instrumenten, das Setzen von Schmerzreizen, indem der Untersuchende mit einer Nadel in die Nasenscheidewand sticht und indem vier Grad kaltes Wasser in die Ohren gespült wird.« Es leuchtet wohl ein, dass solche »Reize« einem Intensivpatienten kaum gut tun und ihn weiter destabilisieren können, erst recht, wenn die Prozeduren zwei bis drei Mal durchgeführt werden.

Tauchgang in der Intensivstation

Vier Grad kaltes Wasser im Gehörgang ist nämlich ein sehr interessanter »Test«. Denn es handelt sich nicht um irgendeinen »Reiz«. Für das Gehirn ist das das Signal, dass der Mensch in eiskaltes Wasser gefallen ist – denn sonst würde ja nicht der Gehörgang volllaufen. Da dies häufig mit dem Verlust des Gleichgewichtssinns und der Orientierung einhergeht, ist dies ein Schock für das Gehirn. Eiskaltes Wasser im Gehörgang ist daher auch an jenem Schock beteiligt, den Menschen erleben, wenn sie in eiskaltes Wasser fallen. Dabei können Menschen mit Vorerkrankungen »bösartige Herzrhythmusstörungen« erleiden, so der Notfallmediziner Professor Manfred Blobner über die Gefahren von Eisunfällen. Und um einen vorgeschädigten Menschen handelt es sich ja bei einem Verunglückten.

Sehr wahrscheinlich kann durch das Wasser im Gehörgang auch der so genannte »Tauchreflex« ausgelöst werden, denn natürlich ist ein wassergefüllter Gehörgang Anzeiger für das Untertauchen. Beim Tauchreflex wird »durch eine Stimulation des Parasympathikus die Atmung zum Stillstand gebracht (›sistiert‹), der Herzschlag verlangsamt und der Blutkreislauf zentralisiert (›Bloodshift‹)«.

Waterboarding für Schwerverletzte

Doch ist das noch gar nichts. Das eigentlich Interessante ist der »Apnoe-Test«, der im Zusammenhang mit dem »Waterboarding« das Ertrinkungserlebnis perfekt macht – sozusagen das »Waterboarding« für Schwerverletzte. Kurz: Man »testet« eben mal, ob der Patient auch ohne künstliche Beatmung weiteratmet. »Dabei wird dem hirnverletzten Patienten die künstliche Beatmung für bis zu zehn Minuten entzogen, um feststellen zu können, ob er selbstständig zu atmen beginnt«, berichtet die betroffene Mutter Renate Focke in einer Abhandlung über »die verschwiegene Seite« der Organspende. »Diese Untersuchung beeinträchtigt nach Aussage von Ärzten eindeutig die mögliche Erholung eines hirnverletzten Patienten und kann sogar den Tod des Patienten hervorrufen.« Nun – das ist ja noch sehr vornehm formuliert. Je nachdem, wie diese »Untersuchungen« durchgeführt und konfiguriert werden, bewegen wir uns hier ganz nahe am Mord. Denn bekanntlich erleidet das Gehirn schon nach wenigen Minuten ohne Sauerstoff irreparable Schäden. Wenn man bis zu zehn Minuten wartet, ob nach dem Aussetzen der künstlichen Beatmung eine Spontanatmung einsetzt, heißt das, dass man das Gehirn absterben lässt. Bei einem Patienten, dem man dreimal hintereinander bis zu zehn Minuten die Luft entzogen hat, kann man natürlich leicht einen »Hirntod« diagnostizieren. Ein Hirntod könne »durch Behandlungsfehler entstehen« oder bei »Schwellenpatienten« gar »bewusst herbeigeführt werden«, warnte Dr. Achim Jaeckel vom Deutschen Medizin Forum.

Die Lizenz zum Ausschlachten

Wird das Gehirn dadurch nicht geschädigt (zum Beispiel, weil die Atmung rechtzeitig einsetzt), fehlt damit unter Umständen eine weitere wichtige Lizenz zum Töten, nämlich die »Nulllinie« auf dem Elektroenzephalogramm (EEG) – also der »Beleg«, dass das Gehirn nicht mehr arbeitet. Neben den oben genannten Untersuchungen ist nämlich vor allem das Elektroenzephalogramm – die Aufzeichnung der Hirnströme – die Lizenz zum Ausschlachten. Das EEG ist zum Beispiel vorgeschrieben, wenn zwischen den beschriebenen klinischen Tests weniger als zwölf Stunden liegen. Aber natürlich kann ein EEG auch unabhängig davon zum Beweis des Hirntodes abgenommen und herangezogen werden. Können die Ärzte im Rahmen der oben dargestellten Torturen (oder danach) ein EEG mit Nulllinie vorweisen, müssen sie im Wesentlichen nur noch die Angehörigen überreden, der Organentnahme zuzustimmen. Meistens ist es ziemlich leicht, die unter Schock stehenden Hinterbliebenen zu »bequatschen« und mit moralischen Argumenten unter Druck zu setzen. Wobei es natürlich heißen muss: »die mutmaßlichen Hinterbliebenen«. Denn noch ist der Mensch ja nicht tot. Getötet wird er erst durch die Organentnahme: »Der Organismus stirbt während der Operation (Explantation) im Rahmen der Kochsalzdurchspülung des Kreislaufsystems ab«, sagte einst der Hirnforscher Prof. Dr. Detlef Linke aus Bonn. »Es gibt Philosophen, die dies als Mord bezeichnet haben.« Nicht nur Philosophen. Auch namhafte Ärzte wie der britische Kardiologe und Dozent Dr. David Evans sagen klipp und klar: »Organentnahme ist Mord.« Und zwar, weil 60 Prozent der angeblich Hirntoten wieder zu Bewusstsein kommen könnten.

Wo ist das EEG?

Das Spannende ist nun, dass immer wieder EEGs verschwinden. »Irgendwann wurden wir aus dem Zimmer geschickt, man wollte ein EEG ableiten«, erinnerte sich hinterher die betroffene Mutter Renate Greinert (die übrigens ein Buch über die Organspende und den Tod ihres Sohnes geschrieben hat). »Außerdem wartete man auf ein Team von Neurochirurgen. Die 20-minütige Hirnstrommessung dauerte anderthalb Stunden«. Wobei die Frage ist, warum die Angehörigen für die Abnahme eines EEGs das Zimmer verlassen müssen. Und siehe da: »Dieses EEG existiert nicht mehr, dafür befindet sich in Christians Akte ein schnell aufgezeichnetes EKG.«

Ein Einzelfall? Keineswegs: Etwas Ähnliches hat auch Renate Focke erlebt. Ihr Sohn Arnd hatte im Herbst 1997 wie gesagt einen schweren Unfall und musste noch am Unfallort beatmet werden. In der Klinik wurde angeblich »ein schweres Schädel-Hirn-Trauma« festgestellt. Erst mehrere Jahre nach der Organentnahme und Hunderte von Albträumen später hatte Frau Focke die Kraft, von der Klinik die Akten anzufordern und sie durchzuarbeiten: »In vielen Träumen durchlebte ich, dass er nicht richtig begraben war, dass seine Leiche in einem Aquarium trieb oder dass sein Leichnam aus dem Grab verschwunden war.« Bei der Aktendurchsicht stellte sie fest, dass die beiden erwähnten klinischen Untersuchungen nicht im Abstand von zwölf, sondern von knapp drei Stunden vorgenommen worden waren. Aufgrund der zu geringen Wartezeit hätte es nun eine »apparative Untersuchung« (in der Regel ein EEG) geben müssen. Zwar sei in einem Bericht der Klinik auch von einem Nulllinien-EEG die Rede, »das angeblich bei meinem Sohn vorgenommen wurde«, so Focke. »Im entscheidenden Dokument, dem Hirntodprotokoll, ist jedoch kein Nulllinien-EEG aufgeführt. Auch in den Akten fanden sich keine EEG-Aufzeichnungen.« Die Organentnahme hätte nach dem Hirntodprotokoll demnach »gar nicht durchgeführt werden dürfen!«

Das heißt aber: Ohne ordentlichen Nachweis des »Hirntodes« ist der Mensch nicht einmal nach der umstrittenen Definition des »Hirntodes« tot. Einem lebenden Menschen die Organe zu entnehmen, kann man aber wohl kaum anders denn als Mord bezeichnen.

Potenzielles Schlachtvieh

Aber Focke entdeckte noch weitere Unregelmäßigkeiten. So hatte ihr Sohn einem Gutachten zufolge nach einer ersten (kurativen) Operation noch zu viel Narkosemittel im Blut. Da das Narkosemittel die Gehirnfunktionen verändert, ist eine Beurteilung des Hirntodes noch nicht möglich. Die Organentnahme wurde aber dennoch ohne weitere Beurteilung vorgenommen. Dem so genannten »Narkoseprotokoll« von der Explantation durfte die schockierte Mutter schließlich entnehmen, dass ihr Sohn zwar Mittel zur »Muskellähmung« bekam, aber keine Betäubung und keine Schmerzmittel erhielt – und das, obwohl der »Hirntod« offenbar nicht ausreichend dokumentiert worden war. Wobei auch dann niemand wüsste, ob das Gehirn nicht noch schwerste Schmerzen empfinden kann. »Bei Organentnahmen wurden immer wieder Hautrötungen, Schwitzen, Blutdruckanstieg und Abwehrbewegungen beim Einschnitt in den Körper festgestellt«, berichtet Frau Focke. »Das sind bei anderen Operationen Anzeichen für Schmerz, nur bei ›hirntoten‹ Organspendern werden sie als bedeutungslose Reaktionen angesehen. Die Vorstellung, dass mein Sohn bei lebendigem Leib ohne Rücksicht auf noch mögliche Schmerzempfindungen ohne Vollnarkose explantiert wurde, ist unerträglich.« Die Muskelrelaxanzien bewirken lediglich, dass sich der Patient bei Schmerzen nicht mehr bewegen kann – denn das stört schließlich beim »Schnippeln«.

Natürlich ist es nur logisch, dass es in der Transplantationsmedizin nicht nur Unregelmäßigkeiten auf der Empfängerseite gibt. Ein Medizinbetrieb, der auf der Empfängerseite manipuliert, manipuliert natürlich auch auf der Spenderseite.
Und das ist häufig gleichbedeutend mit glattem Mord.
Denn entweder wird beim »Hirntod« ein wenig nachgeholfen.
Oder ein Mensch, der in Wirklichkeit gar nicht »hirntot« ist, wird zur Tötung durch Organentnahme freigegeben.
Was aber ergibt es für einen Sinn, einen Patienten sterben zu lassen oder zu töten, um einen anderen zu retten?
Medizinisch natürlich gar keinen.
Den Unterschied macht allein das Geld: Die horrenden Summen, die für Transplantationen fließen: »Der Markt der Transplantations- und Pharmaindustrie ist Milliarden von Euro schwer«, schreibt der Sachbuchautor Richard Fuchs. Allein der Markt für so genannte »Immunsuppressiva«, die die Abstoßung des fremden Organs unterdrücken, umfasse jährlich 1,6 Milliarden Euro.
Die Fallpauschalen für Transplantationen hätten 2011 je nach Organ und Aufwand zwischen 18.000 und 215.000 Euro gelegen. »Nicht selten kommt es wegen Abstoßung zu weiteren Transplantationen.«

Kurz und gut: Die Organspende, zu der neuerdings immer mehr Bundesbürger gedrängt werden sollen, ist für die Spender und ihre Angehörigen nichts weiter als ein Albtraum. Sie sind der Transplantationsmedizin weitgehend wehrlos ausgeliefert. Jeder Spender ist potenzielles Schlachtvieh.
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Wissen schafft Akzeptanz – das meinen auch die Psychiatrie-Opfer

von Igelin @ 2012-07-15 – 19:02:38

Wissen schafft Akzeptanz – das meinen auch die Psychiatrie-Opfer
Wissen schafft Akzeptanz

Mehr als eine halbe Million Menschen sind am Samstag beim Christopher
Street Day (CSD) durch Berlin-Kreuzberg gezogen und haben für die Rechte
von Schwulen, Lesben und Transgendern demonstriert. 46 Wagen zogen durch
die Straßen Berlins. Nach Veranstalterangaben kamen 700000 Menschen, ebenso
viele wie im Vorjahr. Unter dem Motto »Wissen schafft Akzeptanz« forderten
die Veranstalter mehr Zivilcourage gegen Diskriminierungen und kritisierten
Homophobie in der Gesellschaft. Mit dem CSD wird an das erste bekannt
gewordene Aufbegehren von sexuellen Minderheiten gegen Polizeiwillkür in
der New Yorker Christopher Street am 27. Juni 1969 erinnert. (dapd/jW
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Lebensmittelgutscheine reichen aus

von Igelin @ 2012-07-15 – 18:52:14

Kompletter Entzug

Zu jW vom 29. Juni: »Gericht: Lebensmittelgutscheine reichen«

Ich bin selbst als »Kunde« bei dieser »Einrichtung« und gebe daher meinen
richtigen Namen nicht an. Wie mir eine Mitarbeiterin dieser staatlichen
Behörde auf Nachfrage mitteilte, bedeutet »100 Prozent Entzug der
Leistungen« nicht nur das Angewiesensein auf Lebensmittelscheine, sondern
auch den kompletten Entzug aller anderen Leistungen, die »Hartz IV« sonst
beinhaltet. Das heißt konkret, daß auch die Beträge für die Nebenkosten
nicht mehr gezahlt werden (z. B. Miete, Heizkosten, Hausratversicherung).

Es droht also die Obdachlosigkeit, da der Vermieter folglich keine Miete
mehr erhalten kann. Wie die »Sachbearbeiterin« meinte, könne man sich ja
mit dem Vermieter auf eine »Stundung der Miete« einigen. »Wenn das nicht
klappe, hätte man eben keine Wohnung mehr.«

Sie hielt solch eine Vorgehensweise für »angemessen«. »Irgendwie müsse man
die Leute ja schließlich kriegen«, fand sie. Soweit die Vertreterin unseres
Sozial-und Rechtsstaates. Übrigens werden die Beträge für die
Krankenversicherung natürlich ebenfalls nicht mehr entrichtet. Das macht
also insgesamt die Lebensmittelgutscheine noch zum kleinsten Problem. Diese
Informationen sollten zusätzlich zu diesem Artikel nicht fehlen.Captain
Nemo, per E-Mail
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Lebensmittelgutscheine reichen aus
Ohne Zwangsbeiträge keine Zwangsmisshandlung

von Igelin @ 2012-07-15 – 18:43:19

2012-07-05 @ 14:48:47 von Igelin
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an die Krankenkasse Knappschaft Philippsthal
Ihre Nachricht vom 4.Juli 2012
3859282501
Sehr geerte Damen und Herren,
Ich bat den Jobcenter des Wartburgkreises die Krankenversicherungsbeiträge an Sie nicht mehr zu zahlen, damit ich nicht zwangsbehandelt werde in einer Psychiatrie mit tödlichen Folgen, wie sie mein Sohn Holger Zierd erfahren musste.
Sie haben trotz meiner Einrede und der gesetzwidrigen Abschluss einer Familienversicherung durch eine eilig eingerichtete Betreuung die Forderungen für Folter, Misshandlung und Vergiftung an die Psychiatrie Bad Salzungen bezahlt.
Das Bundesverfassungsgericht hat indes klar entschieden, dass die Zwangsbehandlung gesetzwidrig ist und somit ist auch die Bezahlung durch die Krankenkassen gesetzwidrig.
Als die Psychiater der Klinik Bad Salzungen erfuhren, dass sie kein Geld mehr von der Krankenkasse bekommen – haben sie meinen Sohn am 30.4.l als „gesund“ entlassen obwohl sie noch 10 Tage zuvor Holger Zierd um Mitternacht aus der Wohnung mit Polizeigewalt und Handschellen holen ließen. Dabei wurde mir Pfefferspray in die Augen gesprüht und mit dem Schlagstock aus dem Weg geschlagen, beim Sturz brach ich mir das rechte Wadenbein.
Keine Einrede und keine Willenserklärung meines Sohnes hat ihn vor der Gewalt und der Vergewaltigung der Psychiater schützen können.
Die Diagnosen sind reine Erfindungen so Prof. Dr. Adler – nun habe ich die Schlußfolgerung gezogen, dass eine Patientenverfügung gegen den Pillen-fanatismus und die Geltungs- und Herrschsucht der Psychiater nützt – denn die hatte Holger gleich von Anfang an an mich ausgeschrieben – aber wenn diese Verbrecher kein Geld bekommen – bremst sie das.
Meinem Sohn wurden bei den gewaltsamen Fesselungen die Schulterknochen gebrochen und mit der Begründung, er würde nur simulieren – ein halbes Jahr mit Schmerzen und Unfähigkeit der Benutzung der rechten Hand gelassen von einer Ärztin ! Im Januar 2011 wurde ihm dann die Schulter operiert und am 27.2. 2011 wurde Holger Zierd – 6 Wochen vor der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts gegen Zwangsbehandlungen in den Psychiatrien und Maßregelvollzug ermordet – nachdem andere Maßnahmen der Klinikvertreter die Beschwerde nicht verhindern konnten.
Strafantrag wegen Mord und Beihilfe zum Mord wurde durch den Rechtsanwalt gestellt – die bis heute nicht bearbeitet wurde.
Gleichzeitig läuft eine Beschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof wegen Recht auf körperliche Unversehrtheit und das Recht auf Leben. Und die Krankenkassen bezahlen diese Folterungen, Misshandlungen, Vergiftungen und Mord !
Einfach nur deshalb, weil Sie Provision für den Umsatz bekommen – und somit nicht interessiert sind, die ZwangsBeiträge der Zahler nutzbringend und für Heilverfahren einzusetzen und kritiisch zu prüfen, was mit ihren Zahlungen angerichtet wird.
Da Ärzte als kapitalistische Wirtschaftsunternehmen am Profit interessiert sind und nicht an der Gesundung der Patienten (die bringen nämlich kein Einkommen) ist Vertrauen in Ärzte nicht ratsam und schon gar nicht in chemische Medikamente – die zwar keine Wirkungen haben – aber sehr viel Schaden anrichten.
Als Holger am 30.4.2005 aus der Psychiatrie Bad Salzungen entlassen wurde – war er nicht mehr zurechnungsfähig – sein Gehirn war zerstört. So hat die Bezahlung der chemischen Vergiftung 2 Menschenleben gefordert und großen Sachschaden angerichtet.
Seit 2 Jahren schreibe ich im Internet auf der Website Kabale und Psychiatrie – habe sehr viele relevante Einträge und Zuarbeiten über die verherenden Gewaltmaßnahmen der Psychiater und ihrem Team zusammengetragen.
Psychiatrie ist eine politische Einrichtung zur Entsorgung von Menschen, die das Kapital nicht bedienen können oder wollen. Das Bundesamt für Statistik weist aus, wieviel Leichen die Psychiatrie produziert. Jede PsychoDroge ist ein Sargnagel.
Und es gibt keinen anderen Schutz als nicht krankenversichert zu sein.
Ich bin im Lande deutsch wohl auch nicht die Einzige, die nicht krankenversichert ist – Sie als Milliardäres Unternehmen werden das wohl überleben.
Und ich werde ohne Krankenversicherung gesund bleiben und lange leben können.
Im Gedenken an das Opfer meines Sohnes
verbleibe ich ohne Ihre Leistungen

im übrigen stand im Focusartikel vom 12.4.2005 zu lesen, die Krankenkasse würde überprüfen, ob sie die psychiatrische Misshandlung meines Sohnes bezahlen müsste – nachdem dieser einen Verkehrsunfall aufgrund der Gehirnzerstörung durch chemische PsychoDrogen mit Hilfe der Polizei verursacht hatte. Leider ist das im Sande verlaufen – wie immer.
Rosel Zierd
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ohne Zwang

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hallo Mädels

von Igelin @ 2012-07-10 – 18:51:36

Wir Frauen:

Ich lese keine Anleitungen. Ich drücke Knöpfe, bis es klappt.
Ich brauche keinen Alkohol, um peinlich zu sein. Das kriege ich auch so hin !
Wenn ich ein Vogel wäre, wüßte ich ganz genau, wen ich als Erstes anscheißen würde !
Ich bin nicht zickig, ich bin emotionsflexibel“
Ich habe keine Macken! Das sind Spezial Effects!
Frauen müssen wie Frauen aussehen und nicht wie tapezierte Knochen!
Vergeben und Vergessen? Ich bin weder Jesus, noch habe ich Alzheimer.
Wir Frauen sind Engel und wenn man uns die Flügel bricht, fliegen wir weiter – auf einem Besen ! Wir sind ja schließlich flexibel!
Das ist kein Speck! Das ist erotische Nutzfläche!
Als Gott die Männer schuf, versprach er, daß ideale Männer an jeder Ecke zu finden sein werden… und dann machte er die Erde rund.

Auf meinem Grabstein soll stehen: „Guck nicht so doof, ich läge jetzt auch lieber am Strand!“
Tja, wir Frauen sind eben einzigartig!!!!!

Schicke diese Nachricht an genau so coole und lustige Mädels (wie dich) weiter und es passiert wie immer – nichts!
Aber du bringst sie wenigstens zum Lachen
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hallo Mädels
Wer mir begegnet

von Igelin @ 2012-07-10 – 18:46:54

> Wer mir begegnet -bestimme im wesentlichen ich selbst :
Wer zu solch einer Massen-Party geht – muss damit rechnen, dass er nicht genauso wieder nach Hause kommt.
> Wer sich in Gefahr begibt kommt darin um – heißt es in der Bibel.
> Würden Sie zu einer solchen Party gehen?
> Wenn ich in eine Kneipe gehe – begegnen mir mit Sicherheit Betrunkene
> Wenn ich zu einem Fußballspiel gehe – begegnen mir aufgeregte Fans
> Wenn ich mit der Bahn fahre – begegnen mir Reisende, die was zu erzählen haben
> Wenn ich ins Rotlichtmileur gehe – z.b. Hanover – dann begegnen mir Prostituierte und Freier,
> Wenn ich im Oktober auf die Wiesen nach München gehe – finde ich nur Betrunkene und bayrische Trachten – manche wunderschön und wertvoll, manche abgeschmackt und entstellt.
> Wenn ich ins Kino gehe – begegnen mir Jugendliche in Massen –
In Cafe’s oder Gaststätten begegnen mir Hungrige oder Entspannung Suchende,
Im Supermarkt begegnen mir Kunden jede Menge.
In Warteräumen von Ärzten begegnen mir Kranke und solche die es werden wollen und
nicht zuletzt auf dem Friedhof begegnen mir Trauernde und BlumengärtnerInnen.

Also kann ich doch selbst bestimmen, wem ich begegnen will.
Ansonsten bleibe ich zu Hause und schau mir die Nachrichten an, die von Katastrophen berichten oder von anderen Horrermeldungen
oder ich gehe ins Internet um mich zu schriftlich zu unterhalten.
am liebsten aber nehme ich mir ein Buch aus den Regalen der Buchhändler – ganz nach meinem Geschmack.
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wer mir begegnet

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Ziel der kapitalistischen Produktion ist Profit – nichts anderes

von Igelin @ 2012-07-01 – 20:47:00

Waren-Produktion ist dabei nur Mittel zum Zweck.

Um mehr Profit zu machen – müssen die Waren teurer werden oder die Produktionskosten niedriger.

Nun steht im letzten Heft Welt der Wunder ein interessanter Artikel darüber, dass bewusst und gezielt die Haltbarkeit der Produkte begrenzt werden – dass Neues niemals mit dem vorhandenen zusammenpasst und dass Verschleißteile schnell verschleißen.

Also müssen die Kunden neue kaufen, die nicht besser sind – nur anders und mehr Geld kosten.

Auf diese Weise bringt es zwar laufend Profit – da der Markt offen gehalten wird – aber Rohstoffe werden immer wieder und mehr gebraucht.
Krieg, Raub, Ausbeutung – so kommen Kapitalisten billig an Rohstoffe und Humankapital.
Die neueste Version ist, dass Arbeitsverträge wie Materielkauf gebucht werden – aber mit diesen Werksverträgen zum niedrigsten Lohn – haben die Wertschaffenden keine Möglichkeiten mehr mit Streiks höhere Löhne zu erkämpfen – und immer steht ein rießiges Heer Arbeitsstellen-Suchende bereit um als Streikbrecher oder mit noch weniger Lohn zu arbeiten.
Und wie der Jobcenter nötigt – sind die Arbeitsstellenlosen auch verpflichtet, Arbeitsstellen für niedrigste Löhne anzunehmen.

Es ist aber nicht so, dass sie keine ‚Werte schaffen würden – dass sie ihren Lohn für Lebenshaltung und Familie nicht erwirtschaften würden –
die wertschaffende Arbeit ist für den Kapitaldienst –
für den Profit des Unternehmeres.

Das Kapital braucht aber keine gebildeten Wertschaffenden – das Kapital braucht wenige fachlich gut ausgebildete Elite und eine Masse Handlanger. Aber beide dumm genug, dass sie ihren Lohn nicht ausrechnen können.
Der Unterschied in der Belohnung ist gezielt gemacht – damit Neid und Konkurrenz herrscht – denn Solidarität ist nicht gewünscht.
Deshalb – ist es ein Grund für eine fristlose Entlassung, wenn die Lohnbescheinigung den anderen wertschaffenden vorgelegt wird.
Jeder für sich und immer schön gegeneinander schafft dem Ausbeuter die höchsten Profite.

Wer da die Illusion hegt – Arbeitslosengeld wäre ein Rechtsanspruch . . . oder Sozialhilfe würde gezahlt, weil die Poltiker sozial empfindene Menschen wären – der wird eines besseren belehrt.
Vermieter sind ebenfalls Kapitalisten, die Lebensmittelmärkte profitieren, die Ärzte, und und und.

In der Nazi-Zeit wurden die Menschen in KZ zusammengepfercht und gezwungen für eine Pritsche und Wasser und Brot zu arbeiten.
Da sind wir bald wieder – nach dem Willen unserer Angela und Co.

Die in der Psychiatrie gefangenen müssen schon für 60 Cent Werte schaffen – oder die Wertschaffung wird als Arbeitstherapie bezeichnet und dann kostet sie nichts.

Harzt IV mit seinen Maßnahmen ist ein Übungsfeld für Ausbeuter.
Und die Ökumene der christliche Kirche als Ausbeuter vorneweg.

Steht wenig Humankapital zur Verfügung steigen die Löhne.
Durch die hohe Arbeitsproduktivität /Fließband -Arbeit werden nur noch wenig Humankapital benötigt – nur zur Maschinenbedienung.

Nun könnte ja ein sozial denkender Mensch auf die Idee kommen, wenn weniger Arbeitskräfte zur Produktion von Bedarfsartikeln gebraucht würden – könnte doch bei gleichem Lohn die Arbeitszeit verkürzt werden. Die SPD schlug nach der Wende eine Wochenarbeitszeit von 32 Stunden vor – dann gäbe es so gut wie keine Arbeitsstellenlosen im Lande deutsch – das war schnell im Papierkorb gelandet. Davon hörte man nichts mehr . . .
Ganz im Gegenteil – vor allem die Gering-Verdiener müssen mehr Stunden schruppen – und zusätzlich Mietzuschuss beantragen.

Damit auch kein Cent zu viel bei den Wertschaffenden verbleibt und DIE womöglich üppig leben könnten – wird streng kontrolliert.
Datenschutz gibt es zwischen den Ämtern nicht – auch wenn sie von den Antragstellern Belege immer wieder und nochmal fordern.

Wer nicht mithalten kann – wird entsorgt. Das erfolgt ganz subtil. Mobbing an der Arbeitsstelle – dann Diagnose und PsychoDrogen und schon war’s das.

Psychiatrie hat nichts mit Medizin und schon gar nichts mit Heilung zu tun – Psychiatrie ist Politik !
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Psychiatrie ist Politik
Ärzte sind keine Amtspersonen – und daher sind sie nicht Ausführende des Staates oder der Krankenkassen

von Igelin @ 2012-07-01 – 14:07:16

Als solches kann auch ein Gericht nicht zwingend festlegen, dass Menschen medizinisch zwangsbehandelt werden müssen.
Auch aus dieser rechtlichen Sicht ist Zwangsbehandlung in Psychiatrien und Forensik gesetzwidrig und strafbar.
Maßregelvollzug ist Staatsaufgabe und darf nicht an private Hände weiter gegeben werden – Damit ist auch der Maßregelvollzug Mühlhausen im Eigentum der Kirche gesetzwidrig.
Und da Ärzte keine Amtspersonen sind, dürfen sie auch keinerlei medikamentöse Misshandlung weder im Auftrag des Staates noch der Krankenkassen vornehmen. Somit ist der Maßregelvollzug an sich Blasphemie.

Der BGH-Beschluss ist gut, denn die tatsächlichen Verhältnisse werden klargestellt. Wenn Vertragsärzte (Kassenzulassung) keine Amtsträger sind, es sich bei dem Arzt-Patient-Verhältnis um ein privatrechtliches Vertragsverhältnis handelt, dann verdeutlicht dies das Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen.

Die BGH-Richter halten sich an die Gesetze und haben aufgezeigt, dass die (tatsächlich-korruptive) Praxis in der Arztpraxis nur mit wirksamen Gesetzen zu begegnen ist. Hier ist der Gesetzgeber gefordert, dem das Problem bekannt ist.


Ein niedergelassener, für die vertragsärztliche Versorgung zugelassener Arzt handelt bei der Wahrnehmung der ihm in diesem Rahmen übertragenen Aufgaben (§ 73 Abs. 2 SGB V; hier: Verordnung von Arzneimitteln) weder als Amtsträger im Sinne des § 11 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c StGB noch als Beauftragter der gesetzlichen Krankenkassen im Sinne des § 299 StGB.“ (Leitsatz des BGH-Beschlusses GSSt 2/11 vom 29. März 2012)

Aus der Begründung: „Für die Zuordnung der Tätigkeit von Privaten zum Bereich öffentlicher Verwaltung kommt es darauf an, dass der Ausführende dem Bürger nicht auf der Ebene vertraglicher Gleichordnung mit der grundsätzlichen Möglichkeit individueller Aushandlung des Verhältnisses entgegentritt, sondern quasi als ausführendes Organ hoheitlicher Gewalt. Es fehlt Rechtbeziehungen im Rahmen öffentlicher Verwaltung daher typischerweise ein bestimmendes Element individuell begründeten Vertrauens, der Gleichordnung und der Gestaltungsfreiheit.“ (Rn 17, BGH GSSt 2/11 vom 29. März 2012). Und weiter: „Der Bundesgerichtshof hat in Zivilsachen mehrfach hervorgehoben, dass – von wenigen Ausnahmen abgesehen – die ärztliche Heilbehandlung ihrem Grundgedanken nach mit der Ausübung eines öffentlichen Amts unvereinbar sei. Zwischen dem Vertragsarzt und dem Patienten kommt ein zivilrechtliches Behandlungsverhältnis zustande.“ (Rn 22, BGH GSSt 2/11 vom 29. März 2012). „Es kommt hinzu, dass die gesetzliche Krankenkasse keinerlei und der Vertragsarzt nur in geringem Maße Einfluss auf das Zustandekommen des einzelnen Behandlungsverhältnisses nehmen kann, auf dessen Grundlage sich die ärztliche Verordnung eines Arzneimittels zu Lasten der Krankenkasse vollzieht. Vielmehr liegt diese Entscheidung beim Patienten, der gemäß § 76 SGB V sei-nen Vertragsarzt frei wählen kann. Den gewählten Arzt hat die Krankenkasse zu akzeptieren. Dieser wird vom Versicherten als „sein“ Arzt wahrgenommen, den er beauftragt hat und dem er sein Vertrauen schenkt. Auch aus objektiver Sicht wird der Vertragsarzt – wie bereits dargelegt – bei wertender Betrachtung in erster Linie in dessen Interesse tätig.“ (Rn 33, BGH GSSt 2/11 vom 29. März 2012).

In der Beschlussbegründung heißt es ferner: „Die Rechtsmacht des Vertragsarztes zur Konkretisierung des Anspruchs des gesetzlich Versicherten ist ferner dahin eingeschränkt, dass er (lediglich) die medizinischen Voraussetzungen des Eintritts des Versicherungsfalles der Krankheit mit Wirkung für den Versicherten und die Krankenkasse verbindlich feststellt. Grundlage dafür ist die aus dem jeweiligen Behandlungsverhältnis erwachsene medizinische Diagnose und die daraufhin von ihm festgesetzte, im Einzelfall erforderliche Behandlung (vgl. nur BSG, Urteil vom 16. Dezember 1993 – 4 RK 5/92, BSGE 73, 271, 282; dazu Geis, GesR 2006, 345, 350; zusammenfassend: Klötzer, NStZ 2008, 12, 15; ähnlich SSW-StGB/ Rosenau, § 299 Rn. 11). (Rn 37, BGH GSSt 2/11 vom 29. März 2012).

„Allerdings steht die Behandlung des Versicherten durch den Vertragsarzt einschließlich der Verordnung von Arzneimitteln (auch) unter dem Gebot der Wirtschaftlichkeit (§§ 70 Abs. 1 Satz 2, 72 Abs. 2 SGB V), dem ein hoher Stellenwert zuzumessen ist (BSG, Urteil vom 28. April 2004 – B 6 KA 24/03 R, MedR 2004, 577, 578 mwN). Gemäß § 12 Abs. 1 SGB V dürfen die Leistungen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten, gemäß § 12 Abs. 1 Satz 2 SGB V dürfen die Leistungserbringer keine nicht notwendigen oder unwirtschaftlichen Leistungen erbringen.“ (Rn 42, BGH GSSt 2/11 vom 29. März 2012). „Dass der Vertragsarzt bei der Verordnung von Medikamenten auch auf die wirtschaftlichen Belange der Krankenkassen Bedacht zu nehmen hat, ändert aber nichts daran, dass die ärztliche Behandlung, in die sich die Verordnung von Arzneimitteln einfügt, in erster Linie im Interesse des Patienten und in seinem Auftrag erfolgt. Bei der erforderlichen wertenden Gesamtbetrachtung steht diese Bindung an den Patienten im Vordergrund. Von daher kann die Verpflichtung auf das Wirtschaftlichkeitsgebot nicht bewirken, dass der Arzt aus dem Auftragsverhältnis zu dem Patienten gleichsam herausgebrochen und zum Beauftragten der Krankenkasse wird. Mithin stehen dem dieselben Gründe entgegen, die auch dagegen sprechen, den Vertragsarzt als Amtsträger der Krankenkasse im Sinne des § 11 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c StGB zu qualifizieren.“ (Rn 43, BGH GSSt 2/11 vom 29. März 2012).

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&sid=5e65305eaa0f1759b9881cbcbd27fc82&nr=60679&pos=0&anz=1

Archiv Igelin 2010-2012 von Kabale und Psychiatrie – Komplett mit 2.230 Beiträgen zur Volksaufklärung in den Jahren von August 2010 bis Juli 2012 – Weitere 500 Beiträge zur Volksaufklärung wurden ohne Vorankündigung auf meinem Blog bei „igel.blog.de“ gelöscht, also zensiert, wie in den „geheimen Protokollen der mächtigen Eliten“ vorgeschrieben ist. – Bitte kopieren und im Schneeballsystem weiterleiten, damit unsere Kinder nicht mehr in Psychiatrien weggesperrt oder gar getötet werden, wie mein lieber Sohn Holger. – Gepackt (gezippt) mit Winrar:

http://kabale.se/archiv-igelin-2010-2012.rar

Siehe auch unter:

http://meinungsverbrechen.de/?tag=holger-z

http://psychiatrie.se

http://kabale.se

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Eine Antwort zu 2012

  1. austria schreibt:

    I drop a leave a response each time I especially enjoy a article on a
    site or if I have something to contribute to the conversation.
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    And on this article Archiv 2012 | Der Centralrat – Zentralrat informiert.
    I was excited enough to post a leave a responsea response :
    -) I actually do have a couple of questions for
    you if you do not mind. Is it only me or do some of the responses appear like they are written by brain dead people?

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